Windows 8.1 im Kurztest

Windows 8.1 im Kurztest

24.09.13 - 12:55 Uhr // Techfeed

Am 17. Oktober erscheint Windows 8.1 für alle Windows 8 User kostenlos im Store. Wer von Windows 7 updaten möchte greift dabei leider tief in die Tasche. 120€ für die normale und 220€ für die Pro Variante. Also genau so viel, wie für Windows 8. Was ist neu? Wie gut ist das neue Windows? Diese 2 Fragen will ich heute in diesem Kurztest beantworten.

Die wichtigsten Neuerungen

Beim Systemstart hat sich nichts geändert. Man wird freundlich begrüßt, loggt sich mit seinem Microsoft Konto oder einem Benutzerkonto ein, wählt einige Designelemente und landet danach direkt auf dem Startmenü. Einzige Neuerungen bei der ersten Einrichtung: BING ist jetzt stärker integriert und lässt sich in den Einstellungen aktivieren. Der Bootvorgang dauerte bei mir, 1 Tag nach Installation, 15 Sekunden (mit einer SSD Festplatte). Auf dem Startmenü fallen einem sofort einige neue Sachen auf: Es gibt kleinere und größere Kacheln. Das heißt man kann jetzt zwischen Klein, Mittel, Breit und Groß auswählen. Die Hintergrundfarbe der Kacheln ist jetzt an das Icon angepasst. Skype ist vorinstalliert. Und es gibt einen kleinen Pfeil am unteren Rand des Bildschirms der uns zu allen installierten Anwendungen, sortiert nach dem Alphabet, anzeigt. Fast wie das alte Startmenü in Windows XP und Vista. Dort lässt sich dann auch nach Apps suchen.

windows81_start

Außerdem gibt’s neue Apps, wie den Rechner, Wecker, Sky Drive, Scanner, Internet Explorer 11 oder Audiorecorder. Das neue Anpassen-Menü versorgt uns mit neuen Hintergrundbildern und Farben. Es lässt sich auf dem Startmenü der gleiche Hintergrund einstellen, wie auf dem Desktop. Windows 8.1 ist auf den ersten Blick also viel bunter als sein Vorgänger. Geht man vom Systemmenü aus in die Einstellungen (rechte untere Ecke mit der Maus, dann auf Einstellungen) sieht man, dass Microsoft dort viele neue Menüpunkte untergebracht hat. Der Store erinnert jetzt sehr an die von Android und iOS. Es gibt eine bessere Aufteilung von den „Top Apps“. Die Kategorien sind über einen rechtsklick erreichbar und sind nicht mehr direkt im Store, wie vorher, zu sehen. Die Suche ist jetzt besser platziert.

windows81_store

Kommen wir zum Desktop. Auf den Desktop kann man ab 8.1 endlich direkt starten, ohne den Umweg über das Startmenü (Rechtsklick auf die Startleiste > Eigenschaften > Navigation > Startseite > Hacken bei „Beim Anmelden […] Desktop anzeigen“ reinmachen – Darunter lässt sich auch die „Alle Apps“-Ansicht direkt über das „Windows Logo in der linken, unteren Ecke starten). Der Startknopf (Windows Logo) ist endlich wieder zurück. Dieser führt, wie oben erklärt auch direkt zu der alten Apps-Ansicht. Ansonsten hat sich auf dem Desktop selbst nicht viel getan.

windows81_button

Im Großen und Ganzen lässt sich also sagen, das Windows 8.1 mehr Personalisierungsmöglichkeiten bietet. Microsoft ist auf die Wünsche der User eingegangen und hat den Startbutton (auch über die Windows-Taste auf der Tastatur erreichbar) zurückgebracht, der auch auf das alt bekannte „Alle Programme“-Fenster verweist. Einige Standardapps wurden verbessert oder kamen hinzu. Außerdem kann man jetzt 4 Apps(auf 2 Bildschirmen) gleichzeitig nutzen.

Mein Fazit

Nach 2 Tagen Windows 8.1 kam ich schnell zurecht. Der Bootvorgang ist, mit fast 15 Sekunden, gefühlt schneller als vor einigen Tagen. Toll finde ich, dass ich endlich direkt auf meinen Desktop komme, Apps automatisch geupdatet werden und die Kacheln individueller gestaltet werden können. Schade, dass man die Farben nicht selbst auswählen kann. Mein Startmenü sieht mit den kleineren Kacheln zum Teil viel Übersichtlicher aus. Das unübersichtliche „Alle Apps“-Fenster nutze ich selten. Ich greife da lieber zur Suche. Ansonsten ist alles wie beim Gleichen. Kaum ist man auf seinem Schreibtisch fühlt sich Windows 8.1 nicht anders an, als andere Betriebssysteme. Anwendungen laufen flüssig, keine großen Abstürze oder Hänger. Wer also Student oder Entwickler ist, kann sich Windows 8.1 jetzt schon kostenlos holen. Alle anderen müssen sich bis Mitte Oktober gedulden.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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