Wii U (Premium Pack) im Test

Wii U (Premium Pack) im Test

27.06.14 - 18:35 Uhr // Techfeed

Seit knapp drei Wochen bin ich stolzer Besitzer der neusten Nintendo Konsole. Diese ist leider nicht mehr so erschwinglich wie die letzte und besitzt leider auch weniger gute Spiele. Deshalb habe ich mich erst davor gestreut mir eine neue Spielekonsole ins Haus zu holen. Durch die Ankündigungen auf der Spielemesse E3 und dem aktuellen Bestseller „Mario Kart 8“, stieg mein Interesse zur Wii U.

Als dreijähriges Kind hatte ich bereits erste Erfahrungen an der SNES gemacht und besaß im Laufe meines Lebens eine Nintendo 64, GameBoy Color, Wii und einen DSi. Als großer Nintendo Fan wurde ich nun auch einem Upgrade unterzogen.

wiiu_mit_gamepad

Technische Daten

  • Maße/Gewicht: 4,6 x 26,8 x 17,2 cm / 1,6 kg
  • Speicher Premium/Basic Pack: 32GB/8GB (erweiterbar durch USB Medium)
  • 4 USB Anschlüsse (2 vorne, 2 hinten)
  • Unterstützt SD Karten bis 2GB und SDHC Karten bis 32GB, sowie Wii und Wii U Discs
  • WLAN IEEE 802.11b/g/n (LAN über USB Adapter)
  • Maximale Auflösung: 1080p (60fps)
  • Kompatible Kabel: HDMI, Wii Component Video, Wii RGB und Wii AV
  • GamePad mit NFC Unterstützung und Kopfhörerausgang
  • Geliefert wird außerdem eine Standmöglichkeiten, Ladegeräte für Wii U und Gamepad, Sensorbar, HDMI-Kabel

Preis zwischen 250 – 350€ auf Amazon.

Wii U im Test

Mein erster Eindruck von der Wii U war relativ gut. Die Konsole ist zwar um einiges schwerer und größer geworden, sah aber auf dem Schrank um einiges schöner aus, als die weiße, billige und eckige Wii. Es war nur erst verwirrend, dass sich die Spielekonsole fast nie ohne GamePad, dem neuen Feature, bedienen ließ. Die Einrichtung dauerte etwas, man wurde aber gut durch das System geleitet. Und das Übertragen der Daten von der alten Konsole (Downloads, Spielstände, Miis und Kanäle) wurde, mit den kleinen Pikmins, ganz niedlich gestaltet. Auch wenn der Arbeitsplatz wegen 2 Geräten und massig vielen Kabeln richtig unordentlich aussah. Danach gab es noch ein Firmware Update auf die Version 5.0 und ein Update des eingelegten Spiels. Nach knapp zwei Stunden konnte ich dann endlich das erste Spiel starten.

Ich kam mit dem Staunen nicht mehr hinter her. Dank HDMI-Anschluss sind Spiele nun endlich in HD aufgelöst und dank 60fps sehen diese endlich richtig gut aus. Alte, bekannte Charaktere wie Yoshi oder Mario sind detailreicher geworden und sehen selbst auf einem größeren Fernseher wieder richtig gut aus. Die Grafikleistung ist aber nur mit der der Playstation 3, die bereits mehr als 5 Jahre alt ist, vergleichbar. Die Ladezeiten sind zur alten Konsole leider gefühlt langsamer.

characters

Durch das Gamepad kommen zu dem neue Möglichkeiten des Gameplays hinzu. Erstmals können 4 Personen gleichzeitig an einem Fernsehgerät und eine Person mit einem zusätzlichen Bildschirm gemeinsam spielen, was z. B. Nintendoland sehr gut demonstriert. Viele Spiele zeigen zudem einfach das Inventar, die Karte oder Zusatzinformationen an. Somit muss man das Spiel nicht pausieren, um ein Item zu benutzen. Nur die ständigen Kopfbewegungen, um zwischen Fernseher und Gamepad zu wechseln, nervten nach einiger Zeit. Wer dann nebenbei auch noch eine Wii Remote benötigt, muss ständig das eine aus der Hand legen um das andere für einige Sekunden nutzen zu können. Außerdem dient das Gamepad auch als Tablet, wenn man den Fernseher gerade mal nicht nutzen kann oder möchte. Viele Spiele funktionieren nämlich auch ohne Fernseher. Somit kann man, z. B. ‚The Legend of Zelda – Windwaker HD‚ einfach auf dem kleinen 7-Zoll Gerät weiterspielen.

Der neue Store ist um einiges freundlicher geworden. Demos, „Virtual Console“, kleine Casualgames und sogar ganze Spiele sind dort erhältlich. Leider kann man seine Käufe auf der Wii nicht auf die Wii U übertragen. Sie sind nur im „Wii Modus“ anspielbar. Die Preise der Spiele sind zum Teil teurer als die „Disk“-Variante. So kostet Mario Kart fast 60€ als Download. Dafür muss man nicht ständig die CD wechseln, kann das Spiel aber nicht weiterverkaufen.

  • wii_u_vorneWii U vorne (Eject, An/Aus, 2x USB, SD-Karte, Sync)
  • wiiu_hintenWii U Gamepad hinten
  • wiiu_gamepadWii U Gamepad
  • wiiu_gamepad_vorne_linksWii U Gamepad vorne links (Joystick Links, Steuerung)
  • wiiu_gamepad_vorne_rechtsWii U Gamepad vorne rechts (Buttons, Joystick Rechts, Start, Standby)
  • wiiu_gamepad_hintenWii U Gamepad hinten
  • wiiu_gamepad_einWii U HomeScreen

Gut finde ich die neuen Funktionen der Wii U. Mehrere Benutzeraccounts, Schnellstart, die Rückwärtskompatibilität für Wii Spiele, eine globale Freundesliste für alle Spiele und das man für „Recherche“-Zwecken im Internet das Spiel einfach pausieren konnte, während man etwas im internen Browser suchte. Positiv ist auch die leise, zur letzten Generation aber etwas lautere, Lüfterlautstärke und der geringe Stromverbrauch der Konsole.

Negativ ist leider die kurze Akkulaufzeit des Gamepads. Nach nicht einmal 3 Stunden war Schluss und das Gerät lag am Ladekabel. Der Bildschirm des Tablets lässt sich zwar deaktivieren, die Wii U funktioniert leider nicht ohne Gamepad. Ein besserer Akku kostet schon mal knapp 25€. Damit hält das Gerät aber mehr als 6 Stunden durch. „Miiverse“, das eigene soziale Netzwerk, spricht mich überhaupt nicht an. Nervige kurze Nachrichten von fremden Usern auf meinem Homescreen. In vielen Spielen lassen sich diese zum Glück ausschalten.

Fazit

Ich empfehle jedem den Kauf der Pro Konsole. Diese besitzt für etwas mehr Geld ein hochwertigeres, schwarzes Design und mehr Speicher, der per Festplatte oder USB-Stick erweiterbar ist. Kratzer sind auf dem Klavierlack aber sehr leicht zu erkennen. Außerdem besitzt sie mehr Zubehör und richtet sich eher an Gamer, die öfter zu der Konsole greifen. Die Wii U richtet sich aber eher an Fans von Nintendo. Als Multimedia-Zentrale taugt sie weniger. Die meisten Spiele auf dem Markt richten sich eher an Gelegenheitsspieler, kleine Partys oder Kinder. Mario Kart 8, Zelda oder Super Smash Bros U sind aber für Fans der Spielereihe ein guter Kaufgrund. Deshalb habe ich mir die Konsole letztendlich ins Haus geholt. Man kommt günstiger weg, wenn man sich die Konsole gebraucht im Bundle mit mehreren Spielen holt. Das ist meist günstiger als ein Bundle mit nur einem Spiel.

wiiu_gamepad_zelda

Teilen mit:

Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
Du findest dungi auch auf Twitter.

Ersten Kommentar hinzufügen