Wie viel Arbeitsspeicher/RAM braucht ein Rechner

Wie viel Arbeitsspeicher/RAM braucht ein Rechner

24.08.14 - 17:28 Uhr // Wissen

Wer sich aktuell einen neuen Rechner, egal ob Notebook, Mac oder PC, kaufen möchte, der steht meistens bei der Größe des Arbeitsspeichers/RAM auf dem Schlauch. Wie viel RAM (random access memory) man wirklich braucht und worauf man achten sollte, möchte ich in diesem kurzen Beitrag erklären.

Was macht ein RAM?

Im Großen und Ganzen achte ich beim Kauf einer neuen Maschine auf den Prozessor, die eingebaute Grafikkarte, das Betriebssystem, Anschlüsse (HDMI, USB 3.0), die Festplatten-Kapazität und natürlich die Größe des Arbeitsspeichers. Dieser ist ein wichtiger Speicher, der zwischen der CPU und der Festplatte geschaltet wird. Besitzt der Rechner keine eigene Grafikkarte (sondern z.B. eine in der CPU integrierte Grafikeinheit), nutzt dieser ebenfalls den RAM-Speicher mit. Der Grund weshalb wir die Daten nicht einfach direkt auf die Festplatte zwischen speichern ist, dass die Lese- und SchreibgeschwindigkeitA einer SSD oder HDD Platte um ca. 250 mal langsamer ist, als die eines Arbeitsspeichers. Die richtige Wahl kann das Notebook also wieder merklich beschleunigen.

Wie man sieht, ist der RAM (auch Hauptspeicher genannt) eines der wichtigsten Bestandteile. Er verarbeitet die Datenmengen, die für den internen Speicher des Prozessors meistens zu klein sind und gibt diese zur weiteren Verarbeitung an andere Bauteile weiter. Deshalb ist er auch für die Schnelligkeit des Systems verantwortlich.

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So viel Hauptsspeicher ist nötig

Viele Hersteller bieten neue Notebooks und PCs nur noch mit RAM aus, der größer als 4GB groß ist (Ausnahme bei Chrome OS und Android Geräten). Apple bietet für seine neuen Generationen bereits ab 8 GB RAM an. Wer Windows 8.1 auf seinem Produkt wiederfindet merkt, dass dieses System bereits fast 2GB Arbeitsspeicher frisst. Wer also auf die Standartkonfiguration zurückgreift, hat für seine Anwendungen nur noch 2GB zur Verfügung. Öffnet man jetzt eine aufwändige Anwendung oder ein Spiel, kommt das System mit dem vorhandem Speicher bereits an seine Grenzen und lagert die weiteren Daten auf der Festplatte aus. Die Zugriffszeiten auf die Platte sind aber deutlich langsamer und das führt zu einem langsameren Gesamtsystem. In der heutigen Zeit sind also 8GB ein Muss.

Man sollte aber nicht gleich einen neuen PC mit 8GB oder mehr Hauptspeicher kaufen oder vom Hersteller aufrüsten lassen. Der Wechsel des Arbeitsspeichers ist meistens sehr einfach und kann selbst vorgenommen werden. Wer nur 4GB oder weniger bei der Bestellung vorfindet, sollte sich einfach einen oder zwei weitere Riegel in den Warenkorb legen. Hier gibt es zum Beispiel 2x8GB (16GB) oder 2x4GB (8GB) für Notebooks oder Macs. Man sollte sich vor den Kauf aber auf die Riegelgröße und -Art informieren. 1600m bis 2333 Megahertz sind für Systeme ohne eigene Grafikeinheit ein muss. Die eigene Aufrüstung kostet weniger Geld und man hat am Ende noch den vorher eingebauten Riegel, den man weiterverkaufen oder an einem anderen Rechner weiter verwenden kann. In der Regel empfehlen sich auch eher zwei gleiche Riegel als nur einen größeren Riegel einzubauen. Dadurch ist eine doppelte Datenrate möglich.

Ob man jetzt mehr als 8 GB Arbeitsspeicher braucht liegt an der Art der Anwendung. Für den privaten Gebrauch reichen diese vollkommen aus. Damit lassen sich HD Filme schauen, im Netz surfen und Office Anwendungen ruckelfrei verwenden. Wer außerdem Videos oder Bilder verarbeitet und des Öfteren ein Spiel startet sollte sich mehr RAM und eine passende Grafikkarte zulegen. DDR-3 (Double Data Rate Version 3) ist in der heutigen Zeit Standard. Diese ermöglichen eine höhere Taktfrequenz als DDR2 Speicher.

Die Marke spielt hier weniger eine Rolle. Viele Hersteller bieten aber eine längere Garantielaufzeit an oder werden von vielen Kunden besser bewertet. Auf die Leistung hat diese mehr oder weniger keine Auswirkungen. Nur der Preis unterscheidet sich.

 

Fazit

Wer also über einen langsameren PC meckert, sollte man seinen Arbeitsspeicher überprüfen. Prozessor und Grafikkarte sind meistens weniger Schuld. Ein Upgrade von einer HDD auf eine SSD hilft übrigens auch, den PC zu beschleunigen. Am besten holt man sich einen Rechner mit weniger Hauptspeicher und rüstet diesen selbst auf. So hat man die eigene Wahl über die Größe, Taktfrequenz und die Marke.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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