T-R42 – Android Mini PC/Smart TV Box im Test

T-R42 – Android Mini PC/Smart TV Box im Test

20.02.14 - 17:05 Uhr // Techfeed

Eigentlich ein Noname-Produkt unter Vielen. Wieso ich mich zum Kauf dieses MiniPC oder der kleinen Smart TV Box entschiedenen habe, könnt ihr hier nachlesen. Für etwas mehr als 100€ kann man den „T-R42“ bei Amazon erwerben.

Zu Weihnachten habe ich mir die wirklich kleine TV Box für meine Eltern geholt. Zuvor verglich ich mehrere andere Kleinstrechner. Ein RaspberryPi ist für ihre Bedürfnisse nicht Leistungsstark genug. Sie wollen in ihrem Schlafzimmer Nachrichten lesen, Filme schauen und im Internet surfen. Ein iPad war ihnen zu klein. Erst entschied ich mich für einen Windows Rechner mit Windows XP. Da Microsoft aber für dieses Betriebssystem keine Patches mehr rausbringen möchte und ich mich jetzt mit Android vertraut gemacht hatte, suchte ich nach einigen günstigen Androidgeräten. Von HDMI-Sticks bis hin zu echten TOP Geräten entschied ich mich dann für die Mittelklasse.

  • androidtv0Das Gerät ist kleiner als erwartet
  • androidtv1Die Tastatur ist optional erhältlich
  • androidtv2Eine Fernbedienung liegt bei.
  • androidtv3Das Gerät verfügt auch über einen MicroSD Slot
  • androidtv4LAN, USB, S/PDIF, MiniHDMI, MiniUSB, AV-Out und Netz
  • androidtv5T-R42 in Betrieb
  • androidtv6Webseiten werden richtig dargestellt
  • androidtv7Homescreen

Wir machten erst den Fehler, dass wir das Gerät aus China bestellt hatten, weil der Verkäufer es dort 20€ günstiger angeboten hatte. Die Lieferzeit betrug 3 Wochen. Einige deutsche Lieferraten bieten für etwas mehr Geld einen schnelleren Versand. Da gibt’s dann auch weniger Probleme bei der Rückgabe und Garantie.

Technische Daten

  • Android 4.2.2 Jelly Bean mit angepasster Oberfläche für den Fernseher
  • QuadCore CPU (Cortex-A9) mit 1.6GHz
  • QuadCore GPU (Mali400)
  • 2GB RAM und 8GB Speicher (erweiterbar)
  • MicroSD Kartenslot (bis zu 32GB)
  • WLAN 802.11b/g/n und Bluetoot 4.0
  • 2x USB 2.0 (z.B. für Tastatur und Maus)
  • 1x Micro-USB OTG Port
  • HDMI 1.4 (Full HD und 3D Support)
  • AV-Out
  • Ethernetanschluss
  • Optical S/PDIF Anschluss
  • Stromaufnahme ~10W
  • Lieferumfang: IR-Fernbedienung, HDMI-Kabel, AV-Kabel, EU-Netzteil, Anleitung

 

Erste Inbetriebnahme

Das System startet direkt, ohne Willkommensbildschirm. Installiert sind nur wenige Systemapps. Das Steuern über die Fernbedienung ist mühselig. Eine externe Tastatur (z.B. die Logitech K400 mit Mauspad) mit Maus erleichtert die Menüführung. Wer ein Smartphone hat, kann auch per Airmaus den MiniPC steuern. Der Google Playstore ist ohne Einschränkungen nutzbar. Leider befindet sich keine Kamera oder Mikrofon am Gerät um Skype Nachrichten zu führen. Das Schließen und öffnen von Apps funktioniert wie gewohnt. Auch Spiele lassen sich darauf spielen. (Nur bei „Touch only“ Games gibt es Probleme, da diese mit der Maus gespielt werden müssen und damit keinen Spaß machen)

 


 

Fazit

Meine Eltern sind zufrieden mit dem Gerät. Einige Schwächen hat der Mini PC trotzdem. Das Installieren des Flashplayers funktioniert nur noch über Umwege (was wiederrum kein Negativpunkt sein muss). Auf Eingaben reagiert das Gerät flott. Apps werden zum Teil leider in einer zu großen Smartphone Version im Querformat angezeigt (z.B. Facebook). Textgrößen sind zum Glück einstellbar um das Lesen von Webseiten oder Nachrichten zu erleichtern. Ein Update auf Android 4.4 wird wohl nicht zu erwarten sein. Ob es dafür Custom-ROMs geben wird bleibt ebenfalls offen. Ich habe auch versucht den XBMC-Player zu installieren, damit wurde die Smart TV Box zu einer kleinen Medienzentrale mit zahlreichen Plug-ins.

Durch die Kompakte Größe passt das Gerät fast überall hin. Die Kabel sind auch lang genug. Ein und Ausschalten funktioniert ganz einfach über die Tastatur oder Fernbedienung. Wer länger nicht am Gerät sitzt sollte das Gerät vom Stromnetz nehmen, da es im Ruhezustand weiterarbeitet.

Wer also ein Gerät für multimediale Bedürfnisse sucht kann ruhig Zugreifen. Mit einigen Tricks lassen sich auch Inhalte des Smartphones am Fernseher anzeigen lassen (wie z.B. beim AppleTV via AirPlay). Filme kann man direkt aus dem Google Playstore kaufen und genießen. Leider funktionierte bei uns die Youtube-App nicht. Videos mussten über einen Webbrowser betrachtet werden. Das Gerät ist im Betrieb sehr leise und verbraucht wenig Strom. Für 100€ ein sehr solides und funktionsreiches Gerät. Trotz QuadCore CPU gibt es im Vergleich zu Tablets oder Smartphones mit schwächerer Hardware keine großen Unterschiede. Spiele wie GTA funktionieren aber einwandfrei, da diese über die Tastatur bedienbar sind. Andere Games, wie Fruit Ninja funktionieren leider nicht so einfach (als würde man auf Windows 8 ohne Touchscreen spielen).

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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