Smartphone, Phablet oder Tablet (Unterschied)

Smartphone, Phablet oder Tablet (Unterschied)

26.04.14 - 19:12 Uhr // Wissen

Diese Woche stellte ich euch das Liquid S1 von Acer vor. Mit seinen 5.7 Zoll zählt dieses Smartphone bereits als Phablet. Groß, größer, am größten. Auch das nächste iPhone soll, wegen dem großen Interesse der Kunden, auch größer werden. Smartphone, Phablet oder Tablet, alle haben ihren besonderen Reiz, sowie ihre eigenen Vor- & Nachteile. Auch der Zweck, für den die Geräte genutzt werden sollen ist unterschiedlich.

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Für diesen Blogbeitrag habe ich mir das iPhone, das Acer Liquid sowie das Nexus 7 und iPad Air genauer angeschaut und erkläre, worauf man beim Kauf eines Gerätes achten sollte und was die großen Unterschiede zwischen Smartphone und Phablet sind. Viele achten bei ihrer neuen Anschaffung immer auf unterschiedliche Sachen. Männer und Frauen schauen auf ganz andere Merkmale. Dabei soll uns das Device helfen, unterhalten und sich gut bedienen lassen. Egal ob E-Mails checken, im Internet surfen, Nachrichten im Web verschicken, Twitter, Facebook, Shopping, Bilder hochladen, uns den Weg zur nächsten Kneipe suchen, Zugfahrkarten kaufen und Videos drehen… Diese Liste an Möglichkeiten könnte ich unendlich weiterführen und zeigt, was Mobilgeräte alles können. „Always-Online“ ist für viele fast schon normal geworden.

Aktuelle Tablets auf dem Markt haben eine Große von ungefähr 7 bis 10 Zoll. Die neusten Smartphones werden mit einer Displaygröße von 4 bis 5,2 Zoll produziert. Alles dazwischen gehört zu der neuen Gruppe der Phablets. Dabei bietet das Smartphone uns eine handliche und bequeme Art von unterwegs auf das mobile Netz zuzugreifen. Und ein Tablet ist, wie für viele, ein Gerät für die Couch zu Hause. Immer mehr Deutsche erledigen ihre Aufgaben daheim mehr mit ihrem iPad als auf dem heimischen Rechner. Zudem zeigt es einfach viel mehr Fläche, durch den großen Bildschirm, an als sein kleiner Bruder. Und was sind nun eigentlich Phablets? Diese kommen jetzt immer mehr in Mode. Eine Mischung aus Phone und Tablet – Das Beste aus einer handlichen Form und einem möglichst großem Display. Einen großen Unterschied vom Tablet zu den anderen zwei Kategorien ist sicher, dass dieses keine Telefon-Funktion hat und nur ein mobiler Computer ist. Diese fungieren auch meistens nur als Zweitgeräte.

 

Smartphone

Wer auf der Suche nach einem handlichen Mobilgerät ist, der sollte zu einem Smartphone greifen. Wobei eher diese mit einer Zollgröße in der unteren Hälfte in Frage kommen. 5 Zoll oder größer sind nur noch schwer mit nur einer Hand zu bedienen und passen evtl. nicht mehr in die Hosentasche. Viele Android-Geräte die aktuell auf den Markt kommen besitzen ungefähr solch eine Größe. Dazwischen gibt es aber viele günstige Modelle, wie das Motrola Moto G(4.5″) oder das HTC One Mini mit 4.3″. Apple bietet mit dem iPhone 5/5S nur eine Bildschirmdiagonale von 4 Zoll an. Was mir persönlich auch reicht, da ich nur unterwegs auf mein Handy greife. Nur zum Videos schauen ist das Gerät evtl. zu klein. Zum Musik hören, Spielen oder kurzen Unterhaltungen ist es aber auf alle Fälle brauchbar. Man sieht beim Telefonieren dann auch nicht so aus, als hätte man ein Tablet am Ohr.

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Tablet

Tablets zwischen 7″ und 10″ gibt es wie Sand am Meer. Die kleinen Formate dieser Gruppe lassen sich bereits mit nur einer Hand halten und sind sehr leicht. Das Nexus 7 oder iPad mini sind da wohl die Spitzenreiter. Tablets bieten eine gute Übersichtlichkeit und sind damit eine gute Alternative zum PC. Auf den Geräten ist viel Platz um eBooks zu lesen, Webseiten anzuzeigen, Videos zu schauen oder Spiele zu spielen. Mit einer zusätzlichen Tastatur lassen sich auch ganz einfach ohne Touchscreen Dokumente erstellen. Wer viel schreibt oder Filme schaut sollte vom Smartphone zum Tablet wechseln. Zumindest für diese Zeit. Wer unterwegs auf das Mobile Internet zugreifen möchte muss sich ein meist teureres Gerät anschaffen. Diese besitzen dann einen SIM-Karten Slot für z.B. eine LTE-Flat. Ein Smartphone oder Phablet hat diesen Slot natürlich immer verbaut. Viele sogar zwei. Über „Tethering“ kann man aber auch einfach sein Smartphone zu einem WLAN Router machen und spart sich somit einen weiteren Vertrag und ein Tablet mit mobilem Netz. Der Akku hält bei normalem Gebrauch auch viel länger durch. Nachteile sind natürlich die schwere Mobilität und die meist sehr schlechte Kamera, die sich eher für Videotelefonie eignet.

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Phablet

Smartphone + Tablet = Phablet. Das ist der akzeptable Kompromiss zwischen einer guten, handlichen Bedienung und einem großen Display. Wer sich keine zwei Geräte leisten will oder kann, findet ihr eine gute Alternative. Die er sowohl unterwegs als auch zu Hause nutzen kann. Ein Tablet, das sich auch zum Telefonieren benutzen lässt. Frauen besitzen für diese Hausnummer von Diagonale zum Glück eine Handtasche. Das Smartphone mit großer Displaygröße passt aber auch noch ganz gut in eine Männer-Jeans. Ein Beispiel für eines der günstigen Phablets ist das Acer Liquid. Teurer, dafür mit einem Stylus, für eine einfachere Bedienung und Handnotizen, wird das Galaxy Note von Samsung. Beide besitzen einen 4.7″ großen Bildschirm. Hier ist der Nachteil des Smartphones natürlich wieder weg. Inhalte von Videos und Filmen sind hier natürlich besser erkennbar und längeres Schauen macht hier mehr Spaß. Nur beim Telefonieren sieht man eben etwas komisch aus. Da greift man lieber zu einem Headset. Gemeinsames Schauen von Bildern und mehr ist auf dem Phablet natürlich besser als auf dem Smartphone.

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Worauf achten beim Kauf?

Es gibt einige Punkte, worauf man bei allen Geräten achten sollte, wenn man sich für ein neues Mobiltelefon oder Talbet entscheidet. Die Entscheidung zwischen Smartphone, Phablet oder Tablet ist gefallen und nun? Die Speichergröße sollte mindestens 16GB betragen. Wer viele Videos dreht, Apps installiert, Musik besitzt oder sonstiges Speicherfresser auf den Geräten platzieren möchte, sollte sich mehr Speicherplatz holen. Wer später sich eine komplette Staffel einer TV-Serie für den langen Flug auf sein Gerät laden möchte und am Ende merkt, dass er zu wenig Platz hat, muss seinen Speicher eben erweitern. Das bietet Apple seinen Kunden leider nicht. Aber auch nicht alle Smartphones der Konkurrenten besitzen einen SD-Karten-Slot.

Auch beim Thema Bildschirmdiagonale sollte man sich noch einmal Gedanken machen. Wie viel Informationen möchte ich unterwegs sehen? Wie ist die Auflösung, das Format und die Pixeldichte? HD-Auflösung ist nicht immer gleich scharf. Je größer die Smartphones werden, desto weniger Pixel sind auf einer Fläche zu sehen. Deshalb sollte man auch auf die Pixeldichte achten. Auch das Format ist wichtig. Filme mit schwarzen Balken bekommt man z.B. auf einem 4:3-Format. Dafür eignet sich dieses Format besser für breitere Anzeigen im Hochformat. Je nach Displaygröße gibt es dann auch mehr oder weniger Zubehör (Taschen, Hüllen, etc.) die für das Gerät passen.

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Multimedia spielt beim Kauf für viele Kunden auch eine Rolle. Wie ist der Sound der Lautsprecher? Liegen die Lautsprecher vorne, an der Seite oder hinten? Bei Rücklautsprechern kommt es vor, dass man sie nicht mehr hört, wenn sie auf dem Tisch liegen. Wie ist die Bildqualität der Kamera? Um Bilder scharf im Internet zu posten reicht eine Kamera mit 4MP übrigens bereits aus. Mehr MP heißt nicht, dass die Bilder schärfer sind. Um ein Foto scharf zu bekommen spielen viele weitere Faktoren eine Rolle. Ein großes Rauschen im Bild sorgt bereits für ein unsauberes Aussehen. Auch, wie das Bild komprimiert wird, wie viel Licht in den Sensor kommt und wie stark man mit der Hand wackelt fließt in die Bearbeitung mit ein. Bei schlechten Lichtverhältnissen tuen sich noch viele Kameras schwer ein gutes Foto zu schießen. LED-Blitze wie die des iPhone 5S oder HTC One (M8) helfen eine gute Farbtemperatur bei Blitzlicht zu erreichen. Zum Fotografieren lohnt sich auch nur ein Smartphone. Wer unterwegs mit seinem Tablet Fotos schießt, sollte sich nicht über fragliche Gesichter der Anderen wundern. Wer viele Seflies macht, braucht natürlich eine gute Frontkamera. Wenige Hersteller bauen dafür eine brauchbare Kamera ein, da diese eher für Videotelefonie gedacht wurde. 5MP sollten bei Selfies ein Minimum sein.

Das Betriebssystem sollte natürlich auch getestet werden. Apples iOS ist auf vielen Geräten zum Glück immer gleich und ist einfach zu bedienen. Android sieht auf allen Mobilteilen unterschiedlich aus und besitzt zu dem viele unnötige Extras der Hersteller, die den meist knappen Speicher belasten. Auch ein Update auf die neuste Version gibt es für viele Android-User nicht oder erst sehr viel später. Wer immer die neusten Funktionen und Sicherheitsupdates bekommen möchte, sollte bei Android also zu einem Google Smartphone oder Tablet greifen. iOS User bekommen immer gleichzeitig die neuste Version. Dafür lässt es sich, ohne Jailbreak, nicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Über Micorsofts WindowsPhone kann ich selbst nicht viel sagen. Meine ersten Versuche mit einem Nokia Smartphone waren nicht zufriedenstellend.

Egal für welches Gerät man sich am Ende entscheidet. Lest oder schaut euch viele Reviews und Meinungen im Netz an und überlegt euch welche Aufgaben ihr damit erledigen möchtet und ob es eine günstige Alternative dafür gibt. Am besten ihr schaut einfach in einem Elektrofachhandel vorbei. Die besitzen meistens immer die aktuellsten Modelle in verschiedenen Größen, Formen und Preisen.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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