Pebble, die Pebble Time Steel und ich

Pebble, die Pebble Time Steel und ich

21.10.15 - 15:26 Uhr // Techfeed

Am 28. August 2015 habe ich endlich meine, über Kickstarter unterstützte, Pebble Time Steel erhalten. Längere Akkulaufzeit, eine neue Benutzeroberfläche, tolles neues Design und eine angegebene Wasserdichtigkeit von bis zu 30 Metern. Fehlgeschlagen! Hier erzähle ich euch meine Geschichte mit dem Support und wieso ich die Uhr zurückgeben werde.

Im April 2015 finanzierte ich über Kickstarter das Projekt mit, da ich bereits die Pebble und Pebble Steel besaß und sehr zufrieden über die günstige Smartwatch mit ausreichendem Funktionsumfang war, wollte ich unbedingt die neue Pebble ausprobieren, da die Apple Watch keine Option für mich war.

Da ich davon ausgegangen war, dass die Uhr wasserdicht ist, da es bei den Vorgängern ebenfalls der Fall war, bin ich ohne groß darüber nachzudenken mit der Uhr duschen gegangen. Nach dem ersten Duschgang gab es bereits einen leichten Hellen Fleck am unteren Rand des Displays, der mir nicht groß aufgefallen war. Einen Tag später ging die Uhr gar nicht mehr an. Das versprochene Stahl-Armband kam auch nie an.

 

Der Pebble Support

Am 1. September kontaktierte sofort den Support über die App auf dem Smartphone. Am 9. September erhielte ich eine Antwort von Muba, dass ich mir sicher sein soll, ob das Ladekabel richtig angeschlossen sei und ich das Gerät doch mal zurücksetzen soll. Die Frage ist, wie soll ich bei einem Gerät, das nicht mehr funktioniert überprüfen ob es lädt, geschweige denn, ob es zurückgesetzt werden kann.

Ich schrieb sofort zurück. Bis zum 18. September (ganze 9 Tage später) kam immer noch keine Antwort. Ich versuchte es mit einer neuen E-Mail. Am 24. September dann endlich wieder eine Antwort. Es gäbe wohl ein Problem mit den Ladekabeln, sie schicken mir ein neues kostenlos zu. Statt mir das Gerät auszutauschen, bekomme ich ein neues Ladekabel, welches nicht geholfen hat. Eine weitere E-Mail ging raus.

Am 18. Oktober, knapp 8 Wochen nach der ersten E-Mail, erhalte ich eine Antwort. Ich solle das Gerät zurück in die USA senden. Versandkosten übernehme ich. Wie viel Geld ich zurückbekommen werde, bleibt wohl noch offen. Gezahlt habe ich knapp 300 Euro (inkl. Versand und Importgebühren).

Ich habe also ein Gerät erhalten, welches ich nicht einmal eine ganze Woche verwenden konnte und ein Support, der mir innerhalb von mehreren Wochen erst antwortet.

 

Die Pebble Time Steel

Technische Daten:

  • Farb-E-Ink-Bildschirm (läuft im Dauerbetrieb)
  • 10 Tage Batterielaufzeit
  • Wasserdicht bis zu 30 Metern
  • Bänder und Watchfaces können gewechselt werden
  • Integrierter Schrittzähler und Schlaftracker
  • Viele Apps im Pebble Store verfügbar
  • eingebautes Mikrofon
  • deutsche Menüführung

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Fazit

Nach dem kurzen Test war ich, bis auf den Defekt, sehr zufrieden mit der Pebble Time Steel. Tolles neues Menü, die Vibrationsstärke konnte eingestellt werden. Die Akkulaufzeit konnte nicht gemessen werden, da das Gerät keine 10 Tage überlebt hat. Unter iOS ist der Funktionsumfang leider eingeschränkt. Für den Preis gibt es aber bereits deutlich günstigere Android-Geräte. Eine gute Alternative für iPhone Nutzer, die nur ihre Benachrichtigungen auf ihrer Uhr empfangen und ihre Fitnessdaten tracken möchten. Vor allem durch die Akkulaufzeit überzeugt das Gerät. Ich habe mich nach dem Defekt nun für die Apple Watch entschieden, die leider nur 2 Tage Akkulaufzeit bringt. Ein Review dazu folgt.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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