Pebble Smartwatch im Test

Pebble Smartwatch im Test

17.04.14 - 20:55 Uhr // Techfeed

2014 wird das Jahr der Wearables. Google stellte vor kurzem erst sein, für Uhren angepasstes, Betriebssystem vor. Samsung, LG und Motorola sind aktuell dabei ihre eigene Smartwatch zu produzieren. Einer der ersten Uhren mit aktiver Bluetooth Verbindung mit dem Smartphone ist die „Pebble“. Ich habe vor dem Kauf sehr lange keine Uhren mehr getragen. Ob sich die Anschaffung gelohnt hat, könnt ihr hier nachlesen.

DSC01786

Die Smartwatch ist auch endlich in Deutschland verfügbar. Über einige Zwischenhändler kann das Gerät frei von Zoll und langen Wartezeiten bestellt werden. Ich habe das Gerät vor drei Wochen auf eBay für 130€ ersteigert. Die Steel Variante kostet 100€ mehr. Der Versand war gewöhnlich schnell und der erste Eindruck war gut. Die Uhr ist kleiner als man es sich zuerst vorstellt. Vor dem ersten Start musste man sich erst die kostenlose Pebble App im Store runterladen. Android und iOS Smartphones und Tablets werden unterstützt. Unter Android holt man aber mehr aus dem kleinen Helfer heraus, weil es mehr Apps dafür gibt.

Pebble OLD VERSION
Pebble OLD VERSION
Preis: Kostenlos
Pebble OLD VERSION
Pebble OLD VERSION
Preis: Kostenlos

Der erste Versuch, die Smartwatch mit dem iPhone zu verbinden, ging schnell über die Bühne. Die Verbindung mit dem Nexus 7 verlief ähnlich. Leider wird nur ein Gerät gleichzeitig unterstützt. Beim ersten Wechsel gingen alle meine gespeicherten Watchfaces (die Anzeige der Uhren) verloren. Nach dem Verbindungsaufbau wurde erst einmal ein Update aufgespielt, danach konnte ich Anwendungen und verschiedene Anzeigen installieren. Einige Apps für die Pebble benötigen eine passende App auf dem Smartphone, die teils einige Euro gekostet haben. Welche ich mir installiert habe, habe ich unten aufgezählt.

Da ich seit längerem keine Uhr mehr getragen habe fühlte sich die Pebble Smartwatch erst sehr ungewohnt an. Das Plastikgehäuse fühlte sich längerem Tragen nicht mehr angenehm an. Das Armband lässt sich zum Glück wechseln. Leider habe ich bis heute noch kein schönen Ersatz gefunden. Der Austausch soll auch ganz einfach funktionieren. Aufgeladen habe ich die Uhr nach dem ersten Tag, da sie bereits bei der Auslieferung fast leer war. Danach kam ich, trotz Eingewöhnung Phase (rumspielen, rumklicken und „ALLES RUNTERLADEN!!!“) mehr als eine Woche ohne Steckdose aus. Nach 10 Tagen wurde der Saft zum zweiten Mal gefüllt.

DSC01783DSC01788

Vor allem bei der Arbeit half mir die Uhr produktiver zu werden. Ich wurde nicht ständig von einem klingelnden Smartphone abgelenkt, da alle Benachrichtigungen auf der Smartwatch gelandet sind. Bei kurzen Arbeitspausen konnte ich dann alle meine Nachrichten checken. Erst wenn etwas Wichtiges dabei war, habe ich mein Smartphone aus der Tasche geholt. Auch Anrufe konnte ich annehmen und über ein Headset führen, ohne das iPhone zu berühren. Die Verbindung hält auch über mehrere Meter hinweg.

Die Bluetooth Verbindung verbrauchte sehr wenig von der Akkuladung. Das Display ist auch bei direktem Sonnenlicht gut lesbar, da die gleiche Technik wie bei eBooks genutzt wird. Deshalb hält der Akku, laut Angaben des Herstellers, auch zwischen 5 und 7 Tagen. Für die Bedienung der Uhr gibt es nur 3 Knöpfe. Einen „Zurück„- oder „Home„-Button, und 3 Steuerungsknöpfe, die von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich programmiert ist. Bei der Musikwiedergabe können diese Knöpfe zum Beispiel zum Skippen der Musiktitel und zum Abspielen/Pausieren genutzt werden. Die Anfragen an das Smartphone waren im Test ohne große Verzögerungen. Die Auflösung von 144 × 168 Pixel reicht zum Ablesen vollkommen aus. Die Hintergrundbeleuchtung lässt sich automatisch einschalten, wenn das Gerät genutzt oder geschüttelt wird. Auch beim Duschen geht die Uhr nicht kaputt, da sie wasserdicht ist.

DSC01785DSC01791

Eigentlich wollte ich erst auf die iWatch von Apple warten. Um aber zu sehen ob mir so eine Uhr überhaupt gefällt, wollte ich mir deshalb erst eine günstigere Version besorgen. Positiv ist, dass ich jetzt mein Smartphone weniger einschalten muss und Benachrichtigungen direkt auf der Smartwatch landen. Leider kann man damit nicht den kompletten Inhalt der Pushmeldung lesen. Während einer Autofahrt reicht das aber meistens aus um Anrufe anzunehmen oder zu sehen, dass noch Milch gekauft werden muss. Eine Verbindung mit mehreren Geräten wäre auch nicht schlecht. So kann ich zu Hause mein iPad nutzen und unterwegs mein iPhone. Ob das Apple besser machen wird ist unklar.

DSC01789

Für den Preis bekommt man ein sehr gutes, langlebiges Gerät. Es hilft uns bei Alltagssituationen und besitzt sogar dank einiger Apps die Funktion eines Fitnessarmbands. Auch als Schlaf-Analytiker oder vibrierender Wecker schlägt sich die Pebble gut. Dank vielen fleißigen Designern gibt es tausende Anzeigen, die man auf die Uhr laden kann. Bis zu acht Stück können gleichzeitig gespeichert werden. Dank der Smartphone App ist ein Wechsel aber schnell gemacht. Zwischen den 8 gespeicherten Anzeigen kann über die Knöpfe schnell hin und her geswitcht werden. Viele zeigen auch das Wetter, den Akkuzustand oder das Datum an. Je nach Animation verbraucht die Anzeige mehr oder weniger Akku. Ich nutze die Uhr jetzt täglich und kann im Praktikum nicht mehr ohne sie leben. Schnell den nächsten Song auswählen, an Meetings erinnert werden oder die lieben Nachrichten der Freundin empfangen.

Ob ich durch die wenigen Funktionen dann zur iWatch wechsel oder garkeine Uhr mehr trage bleibt wohl erst mal offen.

 

Was ist auf meiner Smartwatch?

Watchfaces: Ich habe nicht viele Watches, da ich hauptsächlich nur die Pokémon Anzeige im oberen Bild nutze. Daneben habe ich noch „Mario“, „FILMPLAKAT2“, „LINK“ und „SUPER WATCHFACE“.

Apps: Für die Analyse des Schlafes nutze ich „Morpheuz“ (kommt ohne Smartphone-App aus). Um die Laufstrecke zu Messen habe ich kurz „Runtastic Pro“ ausprobiert. Und für Notizen nutze ich „Pebble Notes„. Ansonsten nutze ich auch noch „Smartwatch+“ (Cydia Store und Appstore), die aber leider nur funktioniert, wenn die App im Hintergrund auf dem iPhone läuft. Damit lassen sich viele Funktionen nachrüsten. Siri, Kalender, Erinnerungen, HTTP Requests, verpasste Anrufe, Kamera auslösen, Wetter und Nachrichten anzeigen oder das iPhone suchen.

Runtastic PRO GPS Laufen
Runtastic PRO GPS Laufen
Entwickler: runtastic
Preis: 4,99 €+
Notes for Pebble
Notes for Pebble
Entwickler: Patrick Balestra
Preis: 2,29 €
Smartwatch+ for Pebble
Smartwatch+ for Pebble
Entwickler: Robert Hesse
Preis: 3,49 €
  • Smartwatch+ for Pebble Screenshot
  • Smartwatch+ for Pebble Screenshot
  • Smartwatch+ for Pebble Screenshot
  • Smartwatch+ for Pebble Screenshot
  • Smartwatch+ for Pebble Screenshot
  • Smartwatch+ for Pebble Screenshot
Teilen mit:

Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
Du findest dungi auch auf Twitter.

Ersten Kommentar hinzufügen