Motorola Moto G2 (2014) im Kurztest

Motorola Moto G2 (2014) im Kurztest

28.03.15 - 17:03 Uhr // Techfeed

Eigentlich wollte ein einen kleinen Wechsel in die Android-Welt machen und für einen Monat das neuste Betriebssystem von Google ausprobieren. Dafür habe ich mir das aktuell beste Preis-Leistungs-Smartphone auf dem Markt geholt. Wieso ich mich nun gegen das Experiment entschieden habe, erkläre ich in diesem kurzen Test des Motorola Moto G (2014) in der Dual-SIM-Variante.

Ich habe mich für das Motorola Modell entschieden, da es aktuell sehr wenige Smartphones mit Android Lollipop, für kleines Geld, verkauft werden. Bei diesem Smartphone konnte man sich sogar sicher sein, dass es die nächsten Updates auch erhalten wird, was man von ein bis zwei Jahre älteren Modellen anderer Hersteller nicht erwarten kann. Außerdem war der Preis von knapp 180€ auf Amazon sehr günstig. Das Gerät kam im September 2014 auf dem Markt und hat knapp 4.5 Sterne beim Versandriesen.

  • motog2_zubehoerLieferumfang (Bedienungsanleitung, Ladekabel)
  • motog2_startStartbildschirm
  • motog2_versionMotrola Moto G (2014) Version
  • motog2_menueMenü
  • motog2_dualsimDual-SIM-Funktion

 

Technische Daten

  • Maße / Gewicht: 141,5 x 70,7 x 11 mm / 149 Gramm
  • Displaygröße: 5 Zoll (12,70 cm)
  • Auflösung: 1280 x 720 Pixel (294 ppi)
  • Kamera/Frontkamera: 8 / 2 Megapixel
  • Leistung: 4 x 1,2 GHz (Qualcomm Snapdragon 400)
  • Arbeitsspeicher: 1GB
  • Speicher intern / erweiterbar: 8GB / ja

 

Erster Eindruck

Da ich von meinem iPhone die SIM-Karte für den Test entnehmen wollte, habe ich einen Adapter besorgen müssen. Danach funktionierte das Einlegen der Karte ganz einfach. Der Akku musste für die Installation nicht eingelegt werden, da dieser bereits festverbaut wurde. Nach dem ersten Einschalten wurde das Update für Android 5.0.2 eingespielt. Danach konnte ich direkt loslegen. Leider gab es keine richtige Möglichkeit ein Backup aufzuspielen, da Google dies bei seinem Nexus 7, welches ich vorher besessen hatte, nicht integriert hat. Deswegen installierte ich auf die frische Version meine Lieblingsapps aus dem Store. Leider gab es nicht für jede Anwendung eine Alternative, die ich auf dem iOS Device verwendet hatte.

Leider gab es bereits zu Anfang ein Problem bei meinem Testgerät. Ein großer Pixel-Fehler trat am rechten Rand des Bildschirms auf. Außerdem hörten mich meine Gesprächspartner am Telefon nicht und der Akku war bereits nach 6 Stunden Standby-Zeit leer. Das Akku-Problem hat sich nach einigen Tagen von selbst gelöst. Leider musste ich meine SIM-Karte, wegen dem Telefonproblem wieder ins iPhone stecken, um erreichbar zu bleiben.

Ansonsten ist das Betriebssystem durch seine schlanke Oberfläche gut zu bedienen. Es ist ein Stock-Android mit wenigen Motorola eigenen Anwendungen installiert. Diese wurde aber nicht groß verändert, was dazu führt, dass Motorola die Updates für neue Android-Versionen schneller verteilen kann, da sich diese kaum voneinander unterscheiden. Die neue Lollipop-Oberfläche, mit seinen angepassten Animationen, ist sehr schick geworden. Das neue Material-Design passt perfekt zum Smartphone und bietet einige neue Funktionen. So gibt es jetzt die Möglichkeit das Betriebssystem noch besser an seine Bedürfnisse anzupassen. Man kann zum Beispiel einstellen, wer einen erreichen oder schreiben kann. Außerdem lässt sich das Smartphone direkt mit seiner Smartphone oder einem anderen vertrauenswürdigen Bluetooth-Gerät entsperren. Der nun offiziell eingeführte Energiesparmodus erhöht die Energielaufzeit auf bis zu 90 Minuten. Weitere Neuerungen sind die neuen Quick-Settings, das Anlegen mehrerer Benutzer für ein Gerät, bessere Lauf- und Performance auch auf älteren Geräten oder die Unterstützung für Android TV.

 

  • motog2_topMotorola Moto G (2014) – Vorderseite
  • motog2_backMotorola Moto G (2014) – Rückseite
  • motog2_sideleftMotorola Moto G (2014) – Linke Seite
  • motog2_bottomMotorola Moto G (2014) – Rückseite
  • motog2_siderightMotorola Moto G (2014) – Rechte Seite

 

Performance

Der  ‚Qualcomm Snapdragon 400‘-Quadcore-Prozessor sollte für normale Anwendungen ausreichen. Soziale Netzwerke, Surfen, Videos schauen, Webradio hören oder kleine Spiele laufen zuverlässig auf dem Smartphone. Der 1GB große Arbeitsspeicher schafft aber leider nicht zu viele Anwendungen gleichzeitig aufrecht zu erhalten, was nach einer längeren Nutzungsdauer, zu häufig auftretenden Ruckeln sorgt. Apps starten zwar nicht so schnell, wie auf den High-End-Geräten, die Wartezeit ist aber ertragbar und für den Preis von weniger als 200€ auch tolerierbar. Um 2-3 Sekunden schneller an seine Informationen zu kommen lohnt sich der Kauf eines doppelt so teuren Gerätes nicht, wenn man das Smartphone nicht produktiv verwendet.

 

Fazit

Der Preis für knapp den knapp 8 GB großen Speicher und die gute Performance, bei normaler Anwendung, ist mit knapp 200€ sehr günstig. Der Speicher lässt sich mit wenig Geld erweitern und dank neuem Betriebssystem effizienter verwalten. Die Kamera bietet leider keine sehr guten Ergebnisse. Zum Teilen von Erinnerungen über Facebook und Co. sollte diese aber genügen. Das Motorola Moto G richtet sich vor allem an alle, die wenig Geld für ein neues Smartphone ausgeben und auf dem neusten Stand der Android-Software bleiben wollen. Das Display ist ausgewogen scharf und hell, der Sound klar und die Akkulaufzeit sehr gut. Im Standby überlebte das Handy im Test knapp 5 Tage eine ganze Akku-Ladung und musste während des Zeitraums nur zweimal aufgeladen werden. Das Smartphone kommt etwa an die Performance eines Samsung Galaxy S3 ran. Hat aber einige Performance-Vorteile durch das neue Android Betriebssystem.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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3 Kommentar(e) anzeigen
  • mercalli12

    In deinem Fazit fehlt die Erklärung wieso du das Gerät nicht weiter nutzt. Was war es denn genau? Dein aktuelles Fazit ist recht positiv.

    • Ja, das stimmt. Danke, dass du meinen Blog liest und kommentierst. Das Handy hat mir so auch sehr gut gefallen. Vor allem, weil ich das neue Betriebssystem ausprobieren wollte. Leider ist die Performance von 5.0.2 gegenüber 5.1 wohl schlechter und ein Update gab es bis dato noch nicht. Außerdem musste ich es, wegen dem Pixelfehler zurücksenden. Da ich mir nicht das gleiche nochmal holen wollte, warte ich auf eine bessere Alternative. (Und telefonieren konnte ich wegen was auch immer, auch nicht)

    • mercalli12

      Ich glaub ich bleibe beim iPhone. Es scheint bei Android immer wieder Probleme zu geben, die ich vom iPhone her nicht kenne.