Microsoft Surface 3 [Review]

Microsoft Surface 3 [Review]

08.09.15 - 21:07 Uhr // Techfeed

Über das Microsoft Produkttester Programm durfte ich das aktuelle Surface 3 für das Unternehmen testen. Gegen eine kleine Entlohnung, wurde jede Woche ein Testbericht zu einem bestimmten Thema erstellt. Am Ende der Testphase habe ich das Gerät noch für diesen Blog unter die Lupe genommen und werde in einem ausführlicheren Bericht darüber schreiben.

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Durch den Test habe ich 1TB OneDrive und eine einjährige Lizenz für Office 365 erhalten. Einen Test dazu wird in diesem Beitrag nicht folgen, da ich nicht viel zur Software, also dem Windows Betriebssystem berichten werde. Das Gerät wird ohne Stylus und Tastatur — dem Type Cover — geliefert. Der Surface Stift kostet zusammen mit dem Cover knapp 200 € extra. Das Tablet selbst kann ab 550 Euro bestellt werden. Zusätzlich gibt es noch ein Dock mit zusätzlichen Anschlüssen. Ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr am Ende des Berichts.

 

Technische Daten

  • 10,8 Zoll Bildschirm mit einer Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln
  • Intel Atom Prozessor (4x 1,6 GHz)
  • 2GB Arbeitsspeicher und 64 GB SSD Festplattenspeicher
  • MicroSD Kartenleser
  • Bluetooth 4.0 LE und WLAN 802.11 a/b/g/n/ac
  • StereoLautsprecher, 3,5mm Klinkenanschluss und integriertes Mikrofon
  • 8MP Hauptkamera, 3,5 MP Frontkamera
  • Mini DisplayPort, MicroUSB und USB 3.0-Anschlüsse

 

Der Surface Stift verfügt über 2 Tasten an der Seite und einem „One Note“-Button, der die Anwendung öffnet. Dieser muss über Bluetooth mit dem Tablet verbunden werden, damit der letztere Button funktioniert. Die Stifteingabe funktionierte im Test auch ohne aktive Bluetooth-Verbindung.

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Die Stifteingabe war angenehm. Zudem wurde die Handfläche meistens gut erkannt und führte beim Zeichnen oder Schreiben zu keinen Problemen. Nur beim vorinstallierten Zeichenprogramm gab es teilweise Probleme. Für schnelle Notizen oder präzise Eingaben am Bildschirm war der Stylus sehr hilfreich. Auch Kündigungen oder Verträge in PDF-Form konnten mit dem Stylus unterschrieben werden. Über die Akkulaufzeit des Stiftes kann ich nichts sagen, da dieser während des 5-wöchigen Testzeitraums nicht leergegangen ist.

 

Die Hardware

Das Surface 3 und das Zubehör fühlen sich sehr hochwertig an. Das Gewicht fällt bei der Verwendung ohne TypeCover kaum auf. Das tippen auf dem TypeCover ist, trotz niedrigem Druckpunkt, sehr angenehm. Das integrierte Mauspad lässt sich intuitiv verwenden und ist dank Multitouch auch zum einfachen Scrollen brauchbar. Leider hat das Tablet nur einen USB-Anschluss. Am Arbeitsplatz ist ein USB-Hub von Vorteil. Über den DisplayPort kann das Surface an einen Monitor angeschlossen werden. Dies lief im Test ganz gut. Der MicroSD-Kartenleser wurde beim Hochfahren nicht direkt erkannt. Die Karte muss bei jedem Start manuell raus und wieder reingesteckt werden.

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Die Displaygröße ist mit knapp 1,1 Zoll etwas größer als die des iPads. Das ist zum Arbeiten im Wohnzimmer auf der Couch oder unterwegs optimal. Vor allem dank winkelverstellbaren Ständer findet man meistens die perfekte Position. Dank Netflix ist das Surface abends im Bett der perfekte Begleiter. Der satte Stereosound und das scharfe Bild bieten ein optimales Erlebnis. Die Helligkeit des Displays ist auch im freien sehr gut.

Die Kamera des Surface ist nicht zu empfehlen. Eventuell fehlt hierfür ein passendes Update. In vielen Fällen kam die Kamera nicht hinterher oder fokussierte sehr langsam. Das Endergebnis, die geschossenen Bilder, waren für kleine Schnappschüsse — zum Beispiel für Instagram, Facebook oder Skype — brauchbar.

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Das Surface 3 im Test

Ich habe das Surface auf Windows 10 aktualisiert. Dies verlief ohne große Probleme. Die benötigten Treiber und die passende Firmware standen zum Glück direkt beim Start des Betriebssystems zur Verfügung. Beim ersten Start konnte man sich entweder mit seinem Microsoft-Konto oder einem lokalen Benutzer anmelden. Ich bevorzuge die lokale Variante, da hierfür ein eigenes Passwort angegeben werden. Der Nachteil ist, dass für viele Anwendungen eine zusätzliche Anmeldung mit dem Microsoft-Konto getätigt werden müssen.

Der eingestellte Zoom von 150% war zum Arbeiten ganz angenehm. Viele Anwendungen sind auf diese Auflösung nicht optimiert, weshalb diese beim Zoom unscharf erschienen. Die Akkulaufzeit war überraschend gut. Man kam über den Tag hinweg fast ohne Steckdose aus. Wer nur im Internet surft, ab und zu ein Video schaut oder Musik hört, ein Bild bearbeiten oder etwas in Office erledigen muss, kann mit einer Akkulaufzeit von fünf bis sechs Stunden rechnen.

Auch zum Spielen eignet sich das Tablet. Leider zählen dazu keine Highend-Spiele. Touchscreen optimierte Spiele, wie Cut the Rope oder Fruit Ninja machten zeitweise Spaß und versüßten die Werbepausen enorm. Der Touchscreen zeigt hier endlich, was man mit Windows 10 unter anderem machen kann.

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Fazit

Nach der kurzen Zeit, in der ich das Surface fast täglich verwendet habe, kann ich das Tablet nur bedingt weiterempfehlen. Für diesen Preis kann das Surface nicht mehr als die Konkurrenz. Freunde kannten das Konzept von hybriden Geräten noch nicht und fanden die Idee ganz gut. Das Surface bietet einen guten Mittelwert zwischen den beiden Welten. Am Arbeitsplatz hat man die Tastatur und abends hat man nur den Bildschirm zum Video schauen. Ohne Tastatur ist das Schreiben anstrengend. Die Bildschirmtastatur muss teilweise selbständig aktiviert und deaktiviert werden. Tippfehler schleichen sich hier schneller ein als mit dem TypeCover.

Unterwegs ist das Surface aber der perfekte Begleiter. Im Zug das Surface auspacken und mit dem geringen Platz auskommen. Auch Studenten, die nur für die Vorlesung ein kompaktes Gerät suchen, mit dem man in der Vorlesung Notizen auf seinen PDFs schreiben oder schnell etwas Nachschlagen kann, können mit dem Gerät liebäugeln. Da es vor allem mit dem integrierten Flash-Speicher sehr schnell hochfährt und läuft kann man mit diesem Gerät als normaler Anwender nichts zu verlieren. Office, Surfen im Netz, Filme schauen, Musik hören und kleine Spiele sind auf jeden Fall drin. Nur nicht gleichzeitig. Die günstigste Variante mit 2GB Arbeitsspeicher reicht nicht für Multitasking-Anwender aus.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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