iPad Air 2 – Review

iPad Air 2 – Review

12.12.14 - 16:20 Uhr // Techfeed

Dieses Jahr stellte Apple die neuste Generation seines Tablets vor. Der Nachfolger des dünneren iPads, das iPad Air, ist noch schlanker und leichter geworden. Außerdem spendierte das Unternehmen mit dem Apfel dem Gerät einen schnelleren Prozessor und den TouchID-Sensor. Ich hatte das Gerät seit dem Release in Gebrauch und fasse nun meine Erfahrungen im Langzeit-Test zusammen.

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Technische Daten

  • Abmessungen: 240 x 169,5 x 6,1 mm
  • Gewicht: 457 g
  • Display: 9,7 Zoll (Auflösung: 2048 x 1536 / 264 ppi)
  • Prozessor: A8X Chip mit 64‑Bit Architektur inkl. M8 Coprozessor.
  • Kamera: 8 MP iSight mit ƒ/2.4 Blende
  • Facetime-Kamera: 1,2 MP mit ƒ/2.2 Blende
  • WLAN (802.11a/b/g/n/ac), Zwei-Kanal (2,4 GHz und 5 GHz), HT80 mit MIMO
  • Bluetooth 4.0
  • Sonstiges: Touch-ID, Siri, 3-Achsen-Gyrosensor, Baromter

 

  • ipadair2_touchidNeu: Touch-ID Sensor im Home-Button
  • ipadair2_smartcoverDas Smartcover des Vorgängers passt ebenfalls perfekt
  • ipadair2_reflexionSelbst bei Reflexionen bleibt das Bild klar
  • ipadair2_ovpOVP des iPad Air 2
  • ipadair2_kameraNeue 8 MP Kamera. Stummschalter fällt erstmals weg.
  • ipadair2_frontkameraFrontkamera fast unverändert
  • ipadair2_backRückseite in der Farbe gold

Als ich das iPad Air 2 das erste mal ausgepackt habe, ist mir das dünnere Gehäuse sofort aufgefallen. Im Vergleich zum Modell aus dem letzten Jahr ist es knapp 1,4mm dünner geworden. Das iPad der 1. Generation ist mit 13.4mm mehr als doppelt so dick und mit einem Gewicht von 680g ca. 33% schwerer. Zum ersten Mal ist das Tablet auch in der Farbe „gold“ erhältlich. Das iPhone 5s bekam diese Farbauswahl bereits letztes Jahr im Oktober. An den Maßen hat sich im Vergleich zum letzten Vorgänger nicht viel geändert. Nur der Schalter zum Stummschalten oder zum Entriegeln der Rotationssperre fällt aufgrund der Überarbeitung weg. Außerdem sind die Öffnungen für die Lautsprecher etwas größer geworden. Das Material für die Rückseite fühlt sich sehr hochwertig an. Angst vor Kratzern bestehen weiterhin. Deshalb nutze ich das iPad teilweise nur mit Smart-Cover, wenn es auf dem Tisch liegt.

Das Display wurde von Apple seit der 1. Generation nicht groß verändert. Die Größe von 9,7 Zoll bleibt. Die Auflösung ist seit der 3. Generation gleich. Einzig eine neue Technik, die die Luft zwischen Glas/Touchscreen und Display entfernt, wurde genutzt. Dadurch ist die neue Gehäusedicke möglich. Das hat den Vorteil, dass der Finger fast direkt das berührt, was es berühren wollte, da der Abstand zum Display verringert wurde. Wie bereits in den oberen Bildern zu sehen soll das Glas dank neuer Beschichtung weniger spiegeln. Im Test lassen sich Texte und Grafiken bei Lichteinstrahlung von außen (wie Fenstern, Sonnenstrahlen, etc.) trotzdem gut ablesen. Die Reflexionen sind aber trotzdem sichtbar, stören aber zum Glück weniger.

Über die Performance bin ich persönlich sehr zufrieden. Apps laufen zwar gefühlt nicht schneller, da ich teilweise nur prozessorschonende Apps verwende. Aufwändige Spiele laden dafür im Vergleich knapp eine Sekunde schneller. Dank besserem Grafikprozessor sollen zukünftig sogar Konsolen-Spiele auf dem iPad laufen. Mit erstmals 2GB Arbeitsspeicher, die iOS sehr gut nutzt, bleiben Anwendungen länger aktiv, bevor sie vom System beendet werden. Das kommt dem Surfen mit Safari zugute. Nach einem Tab-Wechsel wird die dort hinterlegte Website nicht mehr aufwendig neugeladen sondern aus dem Zwischenspeicher aufgerufen. Das spart Bandbreite und Zeit. Im Alltag nutze ich zwischen fünf und sieben Apps gleichzeitig. Der Wechsel erfolgte flott. Bis jetzt wurde keine dieser Anwendungen vom System aufgrund von Speichermangel geschlossen. Außerdem sind laut einigen Benchmarks sogar 3 Prozessoren gleichzeitig aktiv. Damit erreicht das iPad Air einen fast so doppelten Wert im Test als das neue iPhone und kommt mit der Leistung sogar an ein älteres Mac Book an.

 

  • ipadair2vsipadair_speakerDie Lautsprecher haben sich im Design verändert.
  • ipadair2vsipadair_homeDer Home-Button im Vergleich
  • ipadair2vsipadair_dickesideDas iPad Air 2 ist deutlich dünner geworden
  • ipadair2vsipadair_dickeDas iPad Air 2 ist deutlich dünner geworden
  • ipadair2vsipadair_backDie Rückseiten unterscheiden sich kaum, außer in der Farbvariante

Wie man im Vergleich zum alten iPad Air sieht, gibt es kaum einen Unterschied zur aktuellen Generation. Ein Umstieg lohnt sich also weniger. Da ich aber mein altes iPad Air ohne Verluste weiterverkaufen konnte, habe ich mich für den Umstieg entschieden. Weitere Gründe war der eingebaute Touch-ID Sensor, den ich im Alltag sehr häufig verwende, sowie ein zukunftsicherer Prozessor.. Das Entsperren funktioniert direkt mit dem Aufnehmen des Tablets vom Tisch, in dem ich meinen Daumen am Home-Button lasse. Ich kann mich mit 1Password ganz einfach, ohne langes Master-Passwort authentifizieren und meine Banking-Daten sind ohne Fingerabdruck nicht einsehbar. Ob ApplePay in Deutschland irgendwann möglich ist, ist bis heute noch nicht bekannt gegeben worden. Mit dem iPad Air 2 soll dies aber dann funktionieren. Wer ein iPad 4 oder älter besitzt kann mit den Gedanken spielen. Vor allem wer zukünftige Spiele auf dem iPad spielen möchte sollte zuschlagen.

Der Vorgänger besaß ganze 32GB, die ich selten voll bekommen habe. Da mir 16GB leider fast 5GB zu klein sind, blieb mir nur die zweitgrößte Variante. Mit dem iPad Air 2 fällt diese aber weg. Für den gleichen Preis erhält man nun 64GB. Diese sollten für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichen. Damit passen für den nächsten Flug nach Vietnam sogar etwas mehr Filme auf das Gerät. Über das Betriebssystem möchte ich nicht viel sagen, da sich dieses kaum von den älteren Generationen unterscheidet. iOS 8.1 ist ganz klar auf das iPad Air 2 abgestimmt und funktionierte im Test problemfrei. Ein kurzer Hänger oder kurze Neustarts sind aber natürlich trotzdem noch aufgetreten. Dies sollte sich mit den nächsten Updates verbessern. Einzige Probleme seit der Nutzung hatte ich mit dem WLAN, sowie den Lautsprechern. Diese sind gefühlt etwas schlechter geworden. Außerdem vibriert der Touchscreen ab einer bestimmten Lautstärke stark mit. Das spürt man deutlich beim Verwenden des Tablets. Man gewöhnt sich aber schnell daran. Die Soundqualität reicht für Spiele, Filme oder Videostreaming aber vollkommen aus. Musik höre ich dann lieber über Kopfhörer.

UPDATE: Ich habe das iPad Air 2 zweimal ganz voll aufgeladen und dann im Alltag genutzt. Diese Screenshots wurden mit einer sehr geringen Akkulaufzeit aufgenommen und sollen die Akkulaufzeit eines normalen iPad Nutzers repräsentieren. Im Schnitt hält das Tablet fast 2-3 Stunden länger durch als von Apple angegeben. Das liegt auch am stromsparenden Prozessor, auch wenn die Kapazität geringer ist, als die im iPad Air der 1. Generation. Im Vergleich zu meinen älteren Laufzeitmessungen ist der Wert aber fast gleich geblieben.

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Bei notebooksbilliger.de kostet das iPad Air 2 mit 64 GB aktuell 555€.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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