Apple, iOS & Ich

Apple, iOS & Ich

19.09.14 - 17:46 Uhr // Hirnpups

Seit Mai 2009 bin ich Kunde bei Apple. Android existierte zu dieser Zeit bereits. Meine ersten persönlichen Erfahrungen mit diesem Betriebssystem kamen erst Jahre später. Wieso ich am Ende bei iOS, dem System für Apples Mobilgeräte, geblieben bin, möchte ich in diesem kleinen Essay erläutern.

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Daheim bewaren wir sie noch alle auf.

iPod Touch 2. Gen

Mein erstes Apple Gerät war ein iPod Touch der 2. Generation mit nur 8 GB Flashspeicher. Diesen habe ich mir selbst erspart. 185€ zahlte ich damals für den „iPod mit Touchscreen“ bei einem Onlineshop, den es heute gar nicht mehr gibt. iOS 2 war darauf installiert. Ein smarter Helfer für die Hosentasche. Apps für die Schule, Spiele für Zwischendurch, Soziale Medien, Youtube und mehr. Smartphones hatte zu dieser Zeit kaum keiner. Natürlich konnte ich es mir, als experimentierfreudiger Nerd, nicht lassen, das Gerät zu „jailbreaken“. Dank Voice-over-IP konnte ich mit dem Gerät auch (über ein Headset) mit meinen Freunden telefonieren. Und für diesen Preis war dieses Gerät wirklich klasse.

Das Update auf iOS 3, welches einige Monate später erschien, kostete 7,99€. Änderungen für den iPod waren zum Beispiel: Audio via Bluetooth, gemeinsame Spiele via Bluetooth und Wifi, Querformatanzeige, Spotlight-Suche, Copy & Paste oder „Shake to Shuffle“. Das erste Mal, dass ich mir eine iTunes Karte im Laden gekauft hatte. Von den 15€ blieb am Ende weniger als die Hälfte für Apps übrig. Es hat nicht lange gedauert, bis ich dieses Guthaben leerte und mir eine neue Karte, während eines Preisnachlasses, besorgte.

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iPhone 3GS

Mein Vater hatte sich auch von Apple infizieren lassen. Mit iOS 3 kam auch das iPhone 3GS. Dieses kostete fast als dreimal so viel wie mein iPod. Etwas viel für ein Gerät, das etwas mehr kann als meines. Telefonieren, Fotos mit 3 Megapixel schießen, Sprachmemos, Kompass, GPS und Internet für Unterwegs. Im Mai 2010 bekam ich aber genau dieses von meinem Vater geschenkt, weiß mit 32GB Speicher. Mein erstes iPhone war also gebraucht und hatte mich keinen Cent gekostet. Dieses habe ich zwei Jahre genutzt, bevor das Gerät den Besitzer wechselte. Meine Freundin verwendete das Gerät ein weiteres Jahr weiter, bis es schließlich von der Dockingstation in der Schublade landete.

Zuvor hatte ich ein Handy das Java Anwendungen öffnen und MP3 Dateien über eine SD-Karte abspielen konnte. Das iPhone 3GS begleitete mich durch die 3-wöchige Tour durch Vietnam. Viele Fotos mit dem Smartphone wurden während des Urlaubs geschossen. Eine Kompaktkamera kam bei mir nicht mehr in Frage. Dies änderte sich aber mit meinem steigenden Interesse für die Fotografie. Die Sony Alpha 57 zog bei mir ein. Außerdem war das iPhone 3GS mein ständiger Begleiter während meines Studiums in Karslruhe.

iphone3gs

 

iPad 2 und Apple TV

Das iPad wurde erst groß belächelt. Die iPads interessieren mich mehr als die iPhones. Der Windows Rechner ist nur noch für lange oder aufwendige Aufgaben eingeschalten. Photoshop, Videoschnitt, Blogbeiträge, langes Surfen im Netz oder zum Updaten und Sichern meiner iDevices. Manchmal auch zum Filme schauen, wobei es dafür SmartTV oder das iPad gibt. Mein iPhone nutzte ich nur noch unterwegs. Das Tablet selbst wird in regelmäßigen Intervallen in die Hand genommen und hält mich über meine Sozialen Netzwerke, neuen Mails, eBay Geboten, Nachrichten und ähnlichem auf dem Laufenden. Natürlich wird auch gespielt. Im März 2011 habe ich erst das im Jahr 2009 erschiene iPad, der ersten Generation, meines Bekannten getestet und war sofort begeistert. Danach entschied ich mich für den Kauf der neuen Generation. Meine Eltern steuerten einen Teil, als Geburtstagsgeschenk, dafür bei. Auch das iPad besaß einen Jailbreak. Ohne diesen wäre das Tablet für mich weniger Interessant gewesen. Vor kurzem wechselte das iPad für knapp 200€ den Besitzer. Ein Wertverlust von knapp 400€ über die letzten 3,5 Jahre.

Auch meine Familie hat sich von dem iPad überzeugen lassen – mittlerweile teilen sich 4 Personen in meinem Haushalt ein iPad 2 und das iPad Air. Danach folgten zahlreiche Verwandte und Bekannte. Auch der Apple TV war plötzlich interessant. Spiele via Airplay am Fernseher spielen oder Videos und Fotos abspielen. Dank Jailbreak konnte man sogar Videos aus dem Heimnetzwerk oder zahlreicher Plugins und Mediatheken abspielen. Eine Spielerreih, die wir irgendwann nicht mehr genutzt haben. Weil ich seit dem immer wieder auf eine neue, bessere Generation des Apple TVs warte, haben wir uns auch keinen neuen angeschafft.

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iPhone 4S

Als ich von Samsung das Galaxy S3 geschenkt bekommen habe, habe ich es nach einem langen Test gegen ein iPhone 4S getauscht. Das iPhone 3GS bekam meine Freundin – ihr erstes Smartphone. Sie blieb leider nicht lange bei Apple. Das Android Betriebssystem in Kombination mit der Oberfläche von Samsung sagte mir leider nicht zu. Außerdem arbeiten iPad und Android nicht so gut zusammen um einen perfekten Workflow hinzubekommen. Das 4S war ebenfalls gebraucht. Ein Kaufgrund war übrigens Siri, das Retina Display und der schnellere Prozessor. Die Kamera ist mir bei einem Smartphone eher unwichtig. Siri, das kann ich nun nach 2 Jahren sagen, verwende ich eher selten. Das wird sich eventuell mit einer Smartwatch ändern.

Ein weiterer Grund für den kurzen Kaufentscheid, das iPhone 5 war mein eigentlicher Favorit, war die bessere Kommunikation mit meiner Freundin. Wir führen eine Fernbeziehung. Über iMessage konnten wir uns auch unterwegs unterhalten. Außerdem kostete mich das Upgrade fast nichts, da der Verkaufspreis des Samsung Gerätes, dem Kaufpreis des Apple Gerätes gleichte.

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iPhone 5

Das iPhone 5 war mein Wunsch-Smartphone. Alle 3-4 Jahre würde ich mein Smartphone schon upgraden. Die Gerüchte um das Handy erhöhten meine Erwartungen. Das iPhone 4S bekam mein Vater. Das erste iPhone, welches ich mir von meinem eigenen Geld gekauft habe. Und selbst nach 2 Jahren sieht das Gerät immer noch aus wie neu. Schließlich ist ein extra Schutzglas auf dem Display drauf, das sogar vor starken Kratzern schützen sollte. Der Akku hält wie gewohnt durch und wird alle 3 bis 4 Tage voll aufgeladen. Auf meinem Smartphone lese ich unterwegs meine Mails. Meine Lieblingsnetzwerke sind ebenfalls installiert. Unterwegs orientiere ich mit der integrierten Maps-Anwendung. Im Auto läuft die Musik des iPods. Und in Zwischenpausen durchforste ich meine RSS-Feeds. Selbst bei Freunden bleibt das Gerät eher in der Hosentasche. Das ist mir selbst wichtig. Meine Pebble Smartwatch informierte mich über wichtiges. Über eine größere Displaygröße, wie die des iPhone 6 (oder Plus) habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Eventuell werde ich mir nächstes Jahr das iPhone 5s zulegen. Das einzige was mich, dank iOS 8, mehr reizt ist der Fingerabdrucksensor. Dieser macht das Smartphone ein Stück sicherer. So kann ich sogar Passwörter auf meinem Smartphone sichern und mich in einigen Anwendungen, wie eBay, PayPal oder Amazon über den Abdruck authentifizieren.

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iPad Air

Das iPad Air ersteigerte ich eher zufällig. Aus reinem Interesse. Glücklicherweise konnte ich hier ein gutes Schnäppchen machen. Eigentlich wollte ich erst auf die nächste Generation umsteigen, was ich sicher auch machen werde. 32GB reichten bei mir die letzten 3,5 Jahre immer aus. Durch die Möglichkeit, eine SIM Karte einzustecken, habe ich sogar unterwegs LTE zum Surfen. Mein iPad 2 bekam meine Freundin für kurze Zeit ausgeliehen. Vielleicht möchte sie ja irgendwann auch ein Tablet haben. In den letzten 4 Monaten, in denen ich das iPad Air nun genutzt habe, war ich sehr zufrieden. Endlich ein Retina Display, eine bessere Grafikeinheit und bessere Unterstützung für iOS 8 Funktionen. Vor allem das Annehmen von Anrufen des iPhones über das Tablet hat Apple hier sehr gut gemacht (hier eine Anleitung).

Um das Gerät durch eine Hülle nicht dicker und schwerer zu machen, nutze ich nur das Smartcover und eine Schutzfolie auf der Rückseite. Das Tablet liegt schließlich ständig auf dem Tisch. Und unterwegs schütze ich das iPad mit einer Tasche von Kleber.

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Und in Zukunft?

Ich spare seit Jahren auf einen Mac. Natürlich in einer guten Konfiguration. Zwar sind die PCs von Apple aktuell in der Standartausführung sehr günstig und besitzen bereits für OS X eine akzeptable Lösung, aber ich möchte schließlich mehr als nur im Netz surfen und Blogbeiträge schreiben. Ein Mac Mini sollte erst meinen Hunger stillen, für etwas mehr Geld ist aber auch schon ein iMac mit einem guten Prozessor und einer eigenen mobilen Grafikeinheit drin. Dies wird wohl erst noch ein Traum bis zum Ende des Studiums bleiben. Auch wenn ich mit einem Mac viele Aufgaben besser mit meinen aktuellen Geräten koppeln kann. Mein Notebook bleibt dann mein treuer Begleiter für Unterwegs. Ein MacBook kommt bei mir nicht in Frage. Hier passt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht.

Bis Apple die größeren Bildschirme merklich verbessert und wir einen Mehrwert von der höheren Auflösung haben, werde ich denke ich nicht auf die kommenden Generationen umsteigen. Ein neues iPhone 5s um etwas im Wandel der Zeit zu bleiben (Fingerabdrucksensor, bessere Unterstützung für iOS 8 und 9 und eine merklich bessere Performance). Aktuell bin ich aber noch zufrieden mit meinem aktuellen Smartphone.

Auf das Event nächsten Monat bin ich natürlich am meisten gespannt. Stromsparender Prozessor im nächsten iPad? Bessere Akkulaufzeiten und ein neuer Homebutton? Auf die nächste iPad Generation werde ich sicher aufspringen. Das reicht dann auch für mindestens 4 Jahre. Bis jetzt musste ich kein Apple Gerät wegen eines Defekts umtauschen. Das kann ich von den Android Geräten meiner Freundin nicht behaupten. Aber das bleibt ein anderes Thema.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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