Bilder online komprimieren – Zwei Webseiten im Vergleich

Bilder online komprimieren – Zwei Webseiten im Vergleich

28.07.14 - 14:24 Uhr // Wissen

Auf meinem Blog gab es letztes Jahr den kleinen Hinweis auf JPEGmini im Beitrag „Wie man Bilder fürs Web verlustfrei komprimiert„. Dies soll eine kleine Ergänzung zu diesem Bericht werden. Seit einem Jahr komprimiere ich meine Bilder für diesen Blog über JPEGmini. Die Dateigrößen waren am Ende brauchbar und konnten für diesen Fall verwendet werden. Wieso ich jetzt eine neue Methode einsetze, gibt es in diesem Post zu lesen.

Durch die Software konnte ich in den letzten Monaten mehr als 100 MB sparen, ohne dabei die Bildqualität zu verschlechtern. Durch mobile Nutzer und dem Drang zu immer kürzeren Ladezeiten mussten kleinere Dateigrößen her. Da viele Seiten, wie diese hier, noch nicht auf das neue HTTP Protokoll setzen, lädt der Browser jede Datei nacheinander runter. Bei vielen Bilddaten kann dies die Ladezeit um einiges verkürzen. Die kostenlose Version von JPEGmini erlaubte nur 20 Bilder pro Tag. Das reichte in meinem Fall auch aus, da ich nie mehr Dateien für diese Seite hochgeladen habe. Leider war die Dateigröße im Vergleich zu den zwei, hier nun vorgestellten Seiten, um einiges größer, was die Dauer des Seitenaufbaus verlängert. Folge Anwendungen müssen nicht auf dem PC oder Mac installiert werden und funktionieren mit jedem modernen Browser. Dabei ist nicht jedes Bild gleich gut komprimierbar. Die Algorithmen, die diese Webanwendungen nutzen, sind etwas besser als die von JPEGmini. Außerdem akzeptieren diese auch PNG Dateien.

 

Compressor.io

Mit Compressor.io können JPG, PNG, GIF und sogar SVG Dateien verlustfrei verkleinert werden. Dabei unterscheidet die Anwendung zwischen einer verlustbehafteten (lossy) und verlustfreien (lossless) Komprimierung. Bei sehr großen Dateien, die z.B. direkt von einer Digitalkamera kommen, ist die Kompression sehr groß. Für Webseiten sollte man die Bilder dafür aber auf die passende Größe (z.B. für Thumbnails) anpassen, bevor sie verkleinert werden.

compress_io

Nach der Verarbeitung kann das Bild direkt auf den Rechner, Google Drive oder Dropbox herunter-/hochgeladen werden. Leider können nicht mehrere Bilder gleichzeitig an Compressor.io übergeben werden. Die Bilder werden dabei über eine sichere Verbindung an den Server geschickt. Leider gab es bei mir Probleme mit unterschiedlichen Dateien, die den gleichen Namen hatten. Falls die Meldung auftaucht, dass man sein Limit für heute erreicht hat, reichte komischerweise ein einfaches Neuladen der Seite, um diesen Fehler zu umgehen. Im Test waren die Dateien optisch nicht voneinander zu unterscheiden. Je schlechter aber die Bildqualität im Voraus war, desto größer fällt einem der Unterschied auch auf. Testet das Ganze doch einfach mal selbst mit einem Bild eurer Wahl aus und stellt die beiden Bilder nebeneinander auf. Bei einer Verkleinerung von 47% im Vergleich zum Original, lädt das Bild bei einer DSL 16.000-Leitung fast 1,5 Sekunden schneller. Selbst ohne Englischkenntnisse sollte man sich auf dieser Seite zurecht finden. Der komplette Vorgang – Upload, Komprimierung – Download – dauert nur wenige Sekunden. Am Ende können sogar die beiden Versionen verglichen werden.

 

Optimizilla

Optimizilla – Das ultimative Bildoptimierungs-Tool – bietet wie Compressor.io eine gute Komprimierung, die aber Stufenweise angepasst werden kann. Hier können 20 Bilder gleichzeitig hochgeladen werden. Optimizilla akzeptiert aber nur JPEG und PNG Dateien. Dabei kann man bei JPEG die Qualität und bei PNG die Farben unterschiedlich einstellen. Dabei schlägt Optimizilla die beste Lösung bereits vor. Wer aber Verluste verkraften kann und das Bild dafür noch weiter verkleinern möchte, der kann die Qualität oder die Farben erniedrigen. Das Ergebnis kann dabei immer mit dem Original verglichen werden.

optimizilla_webseite

Ein großer Nachteil ist die lange Ladezeit, wenn man das Bild speichern möchte. Je mehr am Bild verändert wurde, desto länger dauert die Wartezeit. Außerdem muss jedes Bild einzeln gespeichert werden. Ein Download als .ZIP ist nicht möglich. Vorallem für PNG lassen sich hier gute Werte erzielen. Wer wenige Farben in seiner Datei verwendet, kann hier auf eine Tiefe von nur wenigen Bits gehen und damit jede Menge Speicherplatz sparen. Die Webseite ist zu dem einfach aufgebaut. Auch hier empfehlt sich ein Selbstversuch.

 

Fazit

Beide Webanwendungen verkleinerten die Dateigröße meines Beispielbildes auf fast die Hälfte. Dabei war die Größe von Optimizilla etwas kleiner als bei Compressor.io – Mit dem bloßen Auge lässt sich kaum ein Unterschied feststellen. Dies ist für die Darstellung im Web auch nicht wichtig. Da die Bilder nicht ausgedruckt werden müssen. Auch auf Retina-Displays wird der Unterschied nicht auffallen. Nur die verbesserte Ladezeit wird sich bemerkbar machen. Da freut sich dann auch jeder Besucher darüber. Mein Favorit für die nächsten Monate ist Compressor.io, da er mehr Formate unterstützt, unkompliziert ist und einfach tut, was er tun soll. Wer mehr Zeit hat kann Optimizilla verwendet, um eventuell mehr raus zu kitzeln. Nur bei der Komprimierung von SVG Daten, war die Dateigröße komischerweise sogar größer als zuvor. Diese verwende ich aber eher seltener.

Weitere gute Webseite und Alternative ist zum Beispiel auch Yahoo’s Smush.it – das mehrere Dateien gleichzeitig bearbeitet und in eine ZIP Datei packt. Leider funktionierte der Dienst nicht immer zuverlässig. Das Ergebnis war aber zufriedenstellend.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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