[App] Habbo im Test

[App] Habbo im Test

28.05.14 - 14:00 Uhr // Apps & Co.

Das Habbo Hotel ist eine Online-Community für Kinder und Jugendliche. Das von Sulake geleitete Spiel geriet in den letzten Jahren zunehmend immer wieder in die negativen Schlagzeilen. User können über einen, in Pixeloptik gehaltenen Avatar, seit mehr als 14 Jahren, über ihren Browser durch verschiedene Räume bewegen und mit Freunden chatten.

Dabei ist man stets anonym unterwegs. Es werden auf der gesamten Plattform keine persönlichen Daten angezeigt. Die Registrierung erfolgt üblicherweise über eine E-Mail Adresse, Facebook, Twitter, Google und Co. Der Dienst ist üblicherweise kostenlos. Für weitere Funktionen, Möbelstücke oder einer Club Mitgliedschaft um seinen Avatar individueller zu gestalten oder mehr Auswahlmöglichkeiten in der Raumgestaltung zu haben zahlt man drauf. In Deutschland ist die Community seit 2004 online. Neben diesem gibt es die Plattform in 10 weiteren Sprachen. Weltweit besuchen ungefähr 16,5 Millionen Menschen zwischen 12 und 18 Jahren das Hotel. 10% dieser User sind älter.

habbo_app

Sulake veröffentlichte bereits für iOS und Android eine App mit der man nur den internen Chat zwischen Freunden nutzen konnte. Das war keine Konkurrenz zu Whatsapp oder Facebook. Den Bewertungen zu folge beschwerten sich viele User darüber, dass man nicht die gleichen Sachen wie am Browser erledigen konnte. Seit Montag ist das über eine weitere App (bis jetzt nur am iPad) möglich.

Das Habbo Hotel besteht aus vielen kleinen Features. Neben dem Chat kann man eigene Räume mit kostenpflichten Möbeln bauen um dort Spiele zu spielen oder mit Freunden abzuhängen. Wer kein Geld ausgeben möchte besucht einfach die Räume anderer. Das macht genau so viel Spaß. Dazu kann man sich auch eine eigene Homepage aus Stickern und Text-Elementen, die sogenannte „Habbo Home„, basteln. Außerdem gibt es Gruppen, Premium Mitgliedschaften, verschiedene Spiele, Haustiere und kleine Events, die von Fanseiten veranstaltet werden.

Ich habe das Habbo seit dem Jahre 2005 fast acht Jahre lang täglich genutzt. Hauptsächlich weil ich bei einem Online Radio Sender zu dieser Community tätig war und das Hotel für den Kontakt mit den Zuhörern genutzt habe. Seit einigen Monaten habe ich mich aber von der großen Community getrennt. Auch, weil ich das Radio verlassen und keine Zeit mehr für den Chat habe. Aus dem Alter bin ich sowieso bereits raus.

Trotzdem habe ich mir es mir nicht nehmen lassen und mir die App mal genauer angeschaut. Am Anfang wählt man sein Land aus und loggt sich mit seiner Habbo-ID und seinem Passwort ein. Wer sich zuvor über Facebook oder ähnlichem registriert hat, muss sich eine solche Habbo-ID erst erstellen. Einfach am Browser einloggen und unter „Account verwalten“ eine E-Mail Adresse hinzufügen. Hat man mehrere Accounts mit dieser ID muss man im weiteren Schritt noch den Habbonamen auswählen, mit dem man unterwegs sein möchte. Danach landet man bereits auf der Startansicht, in der man einen Raum auswählen kann.

  • habbo_1.minStartbildschirm
  • habbo_3.minAvatar Outfit wechseln
  • habbo_3.minFreundesliste
  • habbo_3.minSuche
  • habbo_3.minMöbelkatalog
  • habbo_3.minHaustiere
  • habbo_3.minChat
  • habbo_3.minChat
  • habbo_3.minChat gezoomt
  • habbo_3.minIn-App Käufe

Im Großen und Ganzen war die Bedienung sehr einfach gehalten. Es wurde alles übersichtlich gehalten. Um mit Freunden eine private Nachricht zu teilen oder andere Sachen vorzunehmen musste man erst immer die Raumansicht verlassen. Der Chat in einem Raum war dafür wie im Browser. Man konnte sich über den Touchscreen bewegen oder Gegenstände verschieben. Man konnte sogar beliebig oft raus- und reinzoomen. Durch die Pixelgrafiken wurde dabei nichts unschärfer. Wer etwas in den Chat schreiben möchte musste mit einer kleinen Sichtbehinderung durch die Tastatur rechnen. Da diese sehr viel Platz benötigt. Über eine Bluetooth-Tastatur konnte man das Problem aber beheben.

Negativ sind mir nur wenige Punkte aufgefallen: Wechselt man während der Nutzung zu einer anderen App muss man sich, wenn man „Habbo“ wieder öffnet, erneut anmelden und wird dadurch aus dem aktuellen Raum geschmissen. Auch die Preise für Taler über in-App sind im Vergleich zu der Browser-Variante unterschiedlich. Je nach Betrag sind die Preise am iPad sogar die günstigeren. Nur die Währung ist über iPad etwas unklar. Wer also sparen möchte, sollte über in-App kaufen.

Habbo - Virtuell Welt
Habbo - Virtuell Welt
Entwickler:
Preis: Kostenlos+
  • Habbo - Virtuell Welt Screenshot
  • Habbo - Virtuell Welt Screenshot
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  • Habbo - Virtuell Welt Screenshot
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Fazit

Für Fans des Browsergames ist die neue App auf jeden Fall eine gute Möglichkeit auch außerhalb des Browsers mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Trotz einiger Schwachpunkte in der Darstellung und beim Multitasking kann ich keine großen Mängel an der App finden. Das Konzept der Community bleibt auch in der mobilen Variante gleich. Wer sich auf dieser Plattform bewegt sollte aber trotzdem vorsichtig sein und seine privaten Daten nicht online weitergeben. Wegen der großen Kritik am Habbo, die sich z.B. wegen Pädophilen einen stärkeren Schutz einbauen mussten oder der Vielzahl an Betrügern sollte man sich vorsichtig im Habbo bewegen. Nicht umsonst ist das Spiel erst ab 12 Jahren freigegeben.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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