Amazon Fire TV – Review

Amazon Fire TV – Review

06.10.14 - 16:02 Uhr // Techfeed

Vor knapp zwei Wochen habe ich den „Amazon Fire TV“ nun bei mir am heimischen Fernseher angeschlossen. Seit dem schaue ich täglich über die Box meine Serien, spiele ein kurzes Spiel oder hole verpasste Folgen in der Mediathek nach. Als Amazon Prime Kunde habe ich dabei natürlich den Vorteil, dass ich das Video-on-Demand-Angebot  nutzen kann. Meine Erfahrungen zum Apple TV-Konkurrenten habe ich hier zusammengefasst.

Amazon Fire TV & passender Controller

Amazon Fire TV & passender Controller

 

Technische Daten

  • Quad-Core-Prozessor mit 1,7 GHz
  • 8 GB interner Speicher (nicht erweiterbar)
  • Optischer Audio-Anschluss, HDMI
  • USB 2.0, WIFI, Bluetooth 4.0
  • 7.1 Dolby Digital Plus Surround Sound
  • HD-Auflösung bis 1080p
  • Sprachsuche über Fernbedienung
  • Lieferumfang: Netzteil (~15W), Amazon Fire TV-Fernbedienung, 2 AAA-Batterien

 

Erster Start

Den passenden drahtlosen Gamecontroller für das Appstore-Angebot habe ich natürlich mitbestellt. Auf diesen werde ich aber erst später eingehen. Die Einrichtung verlief ganz einfach. Da ich das Gerät direkt bei Amazon bestellen konnte, waren meine Daten bereits hinterlegt. Zum Glück verlangte das Gerät trotzdem noch eine Passworteingabe und fragte direkt nach der passenden Netzwerkverbindung. Fernbedienung und Gamecontroller sind bereits für diesen Vorgang verbunden. Alternativ kann eine Tastatur mit Maus angeschlossen werden. Ist dies erledigt wurde ein kurzes Update eingespielt und ein kurzes Einführungsvideo gezeigt, indem der Käufer kurz auf die Vorteile des Fire TV hingewiesen wird.

Instruktion in die Technik

Instruktion in die Technik

Danach landet man direkt auf dem Startbildschirm. Hier kann man ganz einfach durch das Menü navigieren und so Prime Video nutzen oder Apps aus dem Store runterladen. Im ersten Versuch startete ein Film ohne große Verzögerungen und nach einem kurzen Anlauf auch direkt in Full HD. Die Bedienung über das Gamepad ist zum Teil etwas angenehmer. Die Fernbedienung wurde deswegen kaum genutzt.

 

Funktionstest

Neben „Amazon instant video“ können auch andere Videodienste installiert werden. Bei meinem Test versuchte ich meine Lieblingsseite Vimeo zu installieren. Die Ladezeiten waren wie gewohnt. Leider wurde man immer abgemeldet, wenn die Internetverbindung verloren gegangen ist. Eine andere Video-Anwendung für Musikvideos (VEVO)funktionierte überhaupt nicht. Watchever und Netflix konnte ich leider nicht testen. Die Medientheken von ARD und ZDF dagegen waren sehr nett strukturiert und zeigten zum Teil ein gutes Bild in normaler Auflösung. Als Spotify-Premium-Kunde lässt sich auch die Musik an das Gerät streamen.

Die Navigation über eine Tastatur (wie zum Beispiel der Logitech K400 für ~35€) mit einer integrierten Maus funktionierte wie erwartet. Hier wird bei Bedarf ein Mauszeiger angezeigt, mit dem man durch das System navigieren kann. Eingaben über das Keybord sind auch schneller als über die Fernbedienung. Das ist bei längeren Passwörtern zum Beispiel von Vorteil.

androidtv1

In meinem Test war der WLAN Repeater direkt neben der Box platziert. Der Empfang mit anderen Geräten im Raum war sehr gut. Trotzdem verlor die Box sehr oft die Verbindung, trotz zwei verbauter Antennen. Dadurch konnten keine weiteren Anwendungen gestartet werden. Selbst installierte Apps oder Spiele waren dadurch nutzlos. Der Router wurde zwar angezeigt, eine Verbindung war aber nicht möglich. Nach einer kurzen Wartezeit zeigte das System aber wieder alle Filme und Apps an. Das Problem ließ sich leider nicht vermeiden, muss aber nicht auf alle Geräte zutreffen.

  • amazon_fire_tvAmazon Fire TV
  • amazon_fire_tv_backRückseite mit Anschlüssen
  • amazon_fire_tv_remoteAmazon Fire TV mit Fernbedienung
  • amazon_fire_tv_menuStartmenü
  • amazon_fire_tv_sizeGrößenvergleich mit 5€ Schein

 

GameController

Der zusätzlich erhältliche GameController (39,99€ bei Amazon) war bei der Inbetriebnahme des Fire TV bereits verbunden. Im Lieferumfang waren zwei AA-Batterien enthalten. Das Produkt fühlte sich dadurch etwas schwerer und billig an. In meiner Hand lag das Gamepad ganz gut. Alle Tasten und Sticks konnten problemlos erreicht werden und hatten einen leichten Wiederstand. Die Anordnung erinnert an die Controller einer Xbox. Über den integrierten „GameCircle“-Taste springt man im Menü direkt zu seinen installierten Spielen und kann damit ein laufendes Spiel pausieren. Hier werden einem, wie bei Apples GameCenter, Erfolge und Highscores angezeigt. Außerdem befinden sich Wiedergabe-Tasten am unteren Bereich. Dadurch ist auch das Bedienen von Medien möglich. Insgesamt sind 4 Controller möglich.

  • amazon_fire_tv_controller_topGamePad
  • amazon_fire_tv_controllerGamePad
  • amazon_fire_tv_controller_frontGamePad verbunden
  • amazon_fire_tv_spiel2Spiele auf dem Fire TV
  • amazon_fire_tv_flappybirdFlappy Bird (Multiplayer möglich)

Spiele waren im Test gut aufgelöst. Da ich bereits einige davon aus dem Store für mein Nexus Tablet heruntergeladen habe, konnte ich diese hier direkt kostenlos runterladen. Multiplayer machte auf dem Fernseher richtig Spaß. Die Spiele sind aber eher etwas für Gelegenheitsspieler, die sich keine Konsole zulegen möchten. Aktuell gibt es auch nicht sehr viele gute Spiele. Einige Eigenproduktionen von Amazon oder Spiele von Sega, MOJANG, Gameloft oder Ubisoft sind aber bereits erhältlich.

Wer das Gamepad besitzt kann zum Beispiel gegen einen Freund „Flappy Bird Family“ spielen. Das Spiel untersützt auch die Fernbedienung. Wir hatten zumindest sehr viel Spaß dabei.

 

Fazit

Das Angebot an Apps und Games ist aktuell noch überschaulich. Nicht jede Anwendung aus dem Android Store lässt sich hier installieren, dennoch gibt es einige Tricks, die im Netz gefunden werden können. So lässt sich zum Beispiel das Mediacenter XBMC installieren. Über XMBC lassen sich Netzwerkfestplatten, weitere Medientheken oder Live-Sport einbinden. Beim Apple TV ist das nur mit einem Jailbreak und aktuell nur mit der 2. Generation möglich. Die Preise sind dementsprechend hoch. Eine günstige Alternative dafür ist also das Amazon Gerät. Die Verbindungsabbrüche und der Onlinezwang nervten zum Teil etwas, nach einer kurzen Wartezeit ging es aber wie gewohnt weiter.

Wer also für knapp 99€ (bei Amazon) eine Erweiterung zu seinem Smart TV sucht ist hier richtig. Einen Anschluss für ältere Geräte gibt es leider nicht. HDMI ist hier Voraussetzung. AirPlay ist zwar über eine kostenpflichtige App möglich, leider funktionierte dies im Test nicht sehr gut. Die Verzögerung war sehr groß und Videos spielte die App überhaupt nicht ab. Wer bereits ein Tablet von Amazon besitzt hat hier mehr Vorteile. Eine Vergleichbare Box mit einem großen Angebot an Streaming-Diensten und Spielen gibt es aktuell noch nicht, da Apple kein Abo anbietet und „Google TV“ noch nicht Marktreif ist.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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