Acer Liquid S1 im Test

Acer Liquid S1 im Test

21.04.14 - 17:00 Uhr // Techfeed

Das Acer Liquid S1 ist das vierte, hier im Blog vorgestellte, Android Gerät. Mit seinen 5,7 Zoll ist es eine perfekte Mischung aus Tablet und Smartphone. Das Mobistel Cynus T5 (hier im Test) hatte nur eine Bildschirmdiagonale von 5 Zoll. Wie sich das Vorgängermodell des S2 im Test geschlagen hat, seht ihr in diesem Test.

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Wir haben das Smartphone von Acer Ende Februar bei Amazon bestellt. Dort bekommt man es für rund 200€ gebraucht und 330€ neu. Geliefert wird das Gerät von einer etwas größeren Originalverpackung. Inklusive Headset, Ladekabel, Netzteil, Anleitungen und Garantiebedingungen und einem zweiten, schwarzen Backcover. Somit kann bereits gesagt werden, dass die hintere Hülle des Handys und der Akku gewechselt werden kann.

 

Technische Daten

  • 5.7 Zoll Display (14,5cm) mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel (258ppi)
  • Betriebssystem (Stand April 2014): Android 4.2.2 Jelly Bean mit Float UI
  • Prozessor: ARM Cortex-A7 (1.5 GHz) Quad Core
  • Grafikchip: PowerVR SGX 544MP
  • Arbeitsspeicher: 1 GB RAM
  • DUAL-SIM Slot (für 2 Micro-Sim Karten)
  • Datenübertragung: EDGE, GSM, UTMS, WLAN (b,g,n – 2,4 GHz), Bluetooth 4.0
  • Größe (h x b x t) / Gewicht: 163.0 x 83.0 x 9.0 mm / 195g
  • Speicherplatz: 8GB (5GB frei)
  • Micro SD Slot (bis zu 32 GB)
  • 6-Achsen Beschleunigungssensor
  • Kamera: 8MP Auflösung, BSI f2.2 Sensor, Schärfebereich ab 28cm, elektr. Bildstabilisator
  • Video: HD Auflösung mit 30fps, Mono Audio Aufnahme
  • Voller Zugriff auf den Google Play Store
  • Akku: 2400 mAh

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Das Produkt im Test

Im Alltag hielt der etwas kleine Akku einen ganzen Tag durch. Eingaben, wie Touchgesten oder Tastatur, bearbeitete das Gerät meistens direkt. Einige Hänger tragen im Testzeitraum aber auf. Beim Scrollen durch Seiten wurde noch weitergescrollt, obwohl der Finger bereits vom Bildschirm genommen wurde. Einige Spiele konnten aber auf dem Smartphone gespielt werden. Die Grafik war gut auflösend und es gab keine großen Beeinträchtigungen beim Spielen. Die Helligkeit des Displays ist zufriedenstellend. Macht man das Gerät „ganz dunkel“ gab es kaum einen Unterschied zu „ganz hell“. Bei direktem Sonnenlicht kann man den Bildschirm auf dem normalen Glas kaum erkennen.

Das Betriebssystem bootet beim ersten Starten fast nackt. Bis auf die Float UI sieht das Betriebssystem auf dem Handy fast aus wie das Android auf einem Google Gerät. Wenige Zusatzapps und keine eigenen Widgets. Damit könnte ein Update auf KitKat oder höher demnächst schneller über die Bühne gehen als bei anderen Smartphones. Die Buchse für Lautsprecher befindet sich oberhalb des Produkts. Links und rechts sind Knöpfe für den Standby und die Lautstärkeregelung. Diese mechanischen Knöpfe wackelten im Test etwas, was aber nicht weiter stört. Auf der Unterseite befindet sich nur noch der USB-Anschluss. Die Lautsprecher und die Kamera (mit LED Blitz) befinden sich auf der gewölbten Rückseite, die sich gut an die Hand anpasst.

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Da die Lautsprecher auf dem Rücken liegen ist der Ton, wenn sich das Smartphone auf dem Tisch befindet, etwas schlecht zu hören. Die Qualität ist durch die „DTS“-Technik aber sehr gut. DTS Audio erlaubt es einen globalen Equalizer für Audio und Video, sowie den Bass und die Höhen individuell einzustellen. Im Test reichte der Ton zum Anschauen von Videos, Spielen und Musik hören, auch wenn die Lautsprecher in die falsche Richtung schallten. Videos werden übrigens ohne störenden, schwarzen Balken wiedergegeben. Das Teilen von Medien über verschiedene Apps funktionierte ebenfalls zuverlässig. Die Tasten zur Bedienung des Betriebssystems sind unter dem Display angebracht und konnten nicht konfiguriert werden.

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Die 8MP Kamera des Smartphones bietet bei normalen Lichtbedienungen akzeptable Bilder, die sich aber nicht zur Nachbearbeitung eignen. Große Artefakte und starkes Rauschen erschweren dies enorm. Für kleine Schnappschüsse für Soziale Netzwerke oder dem privaten Fotoalbum reicht das aber aus. Fotos mit LED Blitz sind meistens zu hell und unscharf. Die Kamera überzeugte mich im Test nicht.

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Durch die Größe eignet sich das Smartphone leider nicht für eine einhändige Bedienung. Es scheint aber demnächst wieder in Mode zu kommen, größere Handys zu besitzen. Die 5.7 Zoll bieten viel Platz, die ihre Vorteile beim Anzeigen von Webseiten, Videos, Bilder, eBooks und mehr bietet. Beim Telefonieren sieht das Ding aber etwas klobig aus und eignet sich, wegen der mittelmäßigen Sprachqualität auch kaum dazu. In die Hosentasche passt das Ding aber gerade noch rein. Ein Vergleich zum Nexus 7, Mobistel Cynus T5, iPhone 5 und iPhone 3GS gibt es hier:

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Fazit

Wer sich für das Gerät entscheidet, muss Abstriche in der Performance und Akkulaufzeit hinnehmen. Dafür bekommt man für weniger als 300€ bereits ein sehr großes Display, mit einer guten Auflösung. Wer wenige Fotos macht und ein Phablet für den Alltagsgebrauch (Surfen im Netz, Soziale Medien, Chat, Videos und Musik) sucht, kann ruhig zugreifen. Eine Alternative mit einer Displaygröße von 5.7 Zoll in diesem Preissegment gibt es nicht. Auch die DUAL-SIM Funktionalität überzeugte uns. Eine SIM Karte (z.B von Netzclub) zum kostenlosen Surfen und eine weitere für’s Telefonieren oder für Geschäft/Privat. Es kann immer ausgewählt werden, mit welcher Telefonnummer gewählt und über welche SIM-Karte die Mobilen Dienste genutzt werden sollen.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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