5 einfache Sicherheitstipps

5 einfache Sicherheitstipps

22.08.13 - 21:20 Uhr // Wissen

Schon im jungen Alter wurde ich öfter von Bekannten, Freunden und Verwandten um Rat gefragt, wenn ihr Computer streikte oder ein Gerät in ihrem Hause nicht mehr richtig funktionierte. Ich hatte oft einige PCs, Notebooks, Wii-Konsolen, Smartphones & Co in meinem Zimmer zum Durchchecken stehen gehabt. Mir fiel dabei sehr oft auf, dass die Besitzer keine Sicherheitssoftware auf ihrem Gerät installiert hatten.

Am Ende der erfolgreichen Operation wurde diese dann nachgereicht. Damit euch am Ende kein blaues Wunder passiert, habe ich für euch 5 einfache Sicherheitstipps zusammengestellt, die euch beim Surfen im World Wide Web schützen sollen. Falls ihr noch weitere Tipps habt, könnt ihr mir diese gerne als Kommentar hinterlassen.

1. Antiviren-Software installieren

Es gibt eine Menge Software die versprechen den PC vor Viren und sonstigen Schädlichen zu schützen. In diesem Artikel möchte ich euch 3 kostenlose Antivirenprogramme zeigen, die in vielen Tests auch gute Bewertungen erhalten hatten. Welches Programm euch besser gefällt müsst ihr am Ende selbst entscheiden. (Auch auf eurem Android-Smartphone sollte ein Antivirenprogramm installiert sein.)

Eines der bekanntesten Antiviren-Programme ist Avira Free Antivirus. Es stattet den PC mit einem sehr guten und effektiven Schutz aus. Es scannt im Hintergrund laufend eurer System und erkennt neben Viren, Würmern und Trojanern auch Ad- & Spyware.

Schutz vor Tauschbörsen-Tools, bösen E-Mails und mehr bietet auch der sehr zuverlässige und stabile Scanner von Avast. Durch den großen Funktionsumfang und der hohen Erkennungsrate ist diese Software eine gute Empfehlung. Vor allem Einsteiger werden sich mit diesem Programm schnell zurechtfinden.

Der letzte Kandidat ist der Virenscanner AVG Free Antivirus. Auch damit lässt sich der komplette Computer schnell auf Viren/Spyware durchsuchen. Das Programm erstellt sogar eine Sicherheits-CD mit dem sich der PC im Falle eines Virenbefalls starten lässt. Leider schützt die Free Version nicht vor Phishing-, Keylogger- und Hacker-Attacken.

2. Browser-Plugin

Beim Surfen im Netz tauchen überall Links auf, die zum draufklicken verleiten. Nicht jede Seite im Netz hat gute Absichten. Selbst die Google-Suche oder Seiten auf Facebook können zu gefährlichen Seiten verlinken. Mit diesen Browser-Plug-Ins kann euch ein Klick auf diese Seiten nicht passieren. Und wenn doch, dann werdet ihr zu einer sicheren Seite umgeleitet, die euch vor der Seite warnt. Auf eigene Gefahr kann man diese Meldung auch ignorieren.

Eines dieser Browser-Plug-ins ist Web of Trust für Firefox, Chrome, Opera, Safari und den Internet Explorer. Es zeigt euch über ein farbiges Symbol neben dem Link den Sicherheitsgrad der Seite an. Grün steht dabei für vertrauenswürdig. Rot für unsicher. Die Seiten werden von Usern bewertet. Es kann deshalb auch vorkommen, dass einige Seiten vertrauenswürdig sind, aber von den Usern schlecht bewertet wurde.

Wer das oben genannte Avast Antiviren Programm installiert hat, kann sich auch einfach „avast WebRep“ mit installieren. Der Webschutz arbeitet fast genauso wie WOT.

3. Updates installieren

Ich bin ein Update-Freund. Bei Spielen auf dem iPad freue ich mich z.B. immer sehr, wenn es neue Levels zum durchzocken gibt. Das gleiche gibt es auch für andere Software. Programme werden von Menschen geschrieben. Kein Code ist perfekt und so entsteht eine kleine oder große Sicherheitslücke. Bei iOS werden Sicherheitslücken z.B. für den Jailbreak  gesucht. Die Entwickler versuchen deshalb diese Lücken zu schließen. Diese bekommt ihr nur, wenn ihr eure Software auf den neusten Stand bringt. Regelmäßige Windows-Updates (trotz hohem Nervfaktor) oder Softwareupdates sollten bei euch also auf dem Terminplaner stehen. Automatische Updates empfehle ich nur bedingt, da man keine Kontrolle darüber hat, was auf eurem Rechner installiert wird.

4. Sichere Passwörter verwenden

Im Laufe der Zeit registriert man sich auf diversen Webseiten. Online-Versandhäuser, Soziale Netzwerke, E-Mail-Anbieter, Foren, Banken und vieles mehr verlangen einen Benutzeraccount um den Service nutzen zu können. Viele nutzen dafür ständig dasselbe Passwort. Fällt dieses Passwort einmal in fremde Hände, hat der Dieb freien Zugriff auf eure Daten. Deshalb ist es ratsam, vor allem beim Online Banking (Paypal, Sparkasse), verschiedene Passwörter zu verwenden. Außerdem solltet ihr folgende Tipps beachten:

  • Passwörter niemals aufschreiben und/oder offen liegen lassen.
  • Passwörter sollten leicht zu merken, aber auch schwer zu erraten sein.
  • Es sollten Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen vorkommen. Bunt gemixt!
  • Buchstaben kann man z.B. durch gleich aussehende Zahlen oder Sonderzeichen ersetzen (l = !)
  • Ein Passwort kann auch ein Merksatz sein, von dem wir nur die Anfangsbuchstaben verwenden.
    (Hans geht mit dem Hund 4x die Woche Spazieren. = HgmdH4dWS. oder mit dem obigen Tipp H9mdH4dW5.)
  • Mit jedem weiteren Zeichen steigt die Anzahl der möglichen Kombinationen.
    (Passwörter ab 8 Zeichen verwenden)
  • Passwörter regelmäßig ändern
  • Passwortgeneratoren nutzen (z.B. http://passwort-generator.com)
  • Passwörter nicht im Browser abspeichern. Außer man nutzt ein Master-Passwort.

Auch das WLAN Passwort sollte öfter geändert werden. Eine WPA2 Verschlüsselung ist empfehlenswert.

5. Sicherheitskopien erstellen

Was bringen einem diese ganzen Sicherheitstipps, wenn am Ende doch etwas passiert und die Daten futsch sind? Aus diesem Grund sollten regelmäßig Sicherheitskopien auf einer externen Festplatte erstellt werden. (Eine Festplatte mit z.B. 3TB gibt es schon für weniger als 100€ – eine Datenwiederherstellung beim Profi kann deutlich mehr kosten) – Einige Dokumente kann man auch auf der Cloud speichern. Dort sind sie dann auch auf anderen Rechnern abrufbar und sind bei einem Computerabsturz immer noch verfügbar. Ich nutze dafür Dropbox. (Wenn du dich über diesen Link für die Dropbox registrierst, erhalten wir beide 500MB zusätzlichen Speicherplatz.) Dropbox synchronisiert deine Daten im Dropbox-Ordner mit dem Onlinespeicher. Auf Wunsch können einige Dateien öffentlich geteilt werden.

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Über den Autor: Anh Dung

Gab dem Blog seinen Namen. Seit 25 Jahren ein Nerd. Leidenschaftlicher Gamer, Webdesigner, Softwareentwickler, Fotograf und Blogger. Studierte Medieninformatik an der Hochschule Aalen. Jetzt mit Bildungsgrad Bachelor. Macht beruflich Apps für Apple Hardware in Karlsruhe. Großer Fan von Games, Technik, Nintendo, Sony, Apple, guten Animationsfilmen, lustigen Serien, alternativer Pop-Musik.
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